Kritische Sicherheitslücken in FortiNAC (Fortinet), Updates bereitgestellt

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Der Hersteller Fortinet hat auf eine kritischen Sicherheitslücke in FortiNAC aufmerksam gemacht. Böswillige Online-Akteure können diese Schwachstelle ausnutzen, um bösartigen Code einzuschleusen und auszuführen, wodurch Netzwerke und Daten einer erheblichen Gefahr ausgesetzt werden.

Fortinet hat reagiert und neue Softwareversionen zur Verfügung gestellt, die die Sicherheitslücken beheben. Die erste Schwachstelle (CVE-2023-33299, CVSS 9.6, kritisch) basiert auf der Deserialisierung von nicht vertrauenswürdigen Daten, wodurch unautorisierte Benutzer Befehle oder Code einschleusen und ausführen können. Die Ausnutzung dieser Schwachstelle erfolgt typischerweise durch präparierte Anfragen an den Dienst, der auf TCP-Port 1050 lauscht.

Zusätzlich wurde eine zweite, mittelschwere Sicherheitslücke (CVE-2023-33300, CVSS 4.8, mittel) identifiziert, die es Angreifern erlaubt, Befehle in den FortiNAC-Dienst einzuschleusen, der auf TCP-Port 5555 lauscht. Dadurch können nicht authentifizierte Benutzer lokale Dateien auf dem Gerät in andere lokale Verzeichnisse kopieren. Der Angreifer muss jedoch über ausreichende Rechte verfügen, um auf das Gerät zugreifen zu können.

Beide Schwachstellen betreffen eine Reihe von FortiNAC-Versionen, darunter 9.4.0 bis 9.4.2, 9.2.0 bis 9.2.7, 9.1.0 bis 9.1.9 sowie verschiedene ältere Versionen. Fortinet hat aktualisierte Versionen zur Verfügung gestellt, die die Schwachstellen beheben, darunter FortiNAC 9.4.3, 9.2.8, 9.1.10 und 7.2.2.

IT-Verantwortliche werden dringend aufgefordert, die bereitgestellten Updates umgehend herunterzuladen und zu installieren.

6 Millionen gestohlene Kreditkarten im Internet

Hacker mit Kreditkarte

Sicherheitsforscher haben im Auftrag von NordVPN im Darknet auf acht großen Marktplätzen einen riesigen Datensatz mit Kreditkarteninformationen entdeckt. Der Datensatz enthält vertrauliche Details wie Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen, die für Cyberkriminelle von großem Wert sein können. Diese Daten könnten potenziell dazu verwendet werden, Kreditkarten zu belasten oder Phishing-Angriffe durchzuführen.

Der durchschnittliche Preis für diese gehackten Informationen variiert je nach Herkunftsland. Daten von deutschen Kreditkarten wechseln im Darknet für durchschnittlich 4,34 € den Besitzer. Am attraktivsten scheinen jedoch Daten von dänischen Karten mit einem Durchschnittspreis von 10,73 € zu sein.

Interessanterweise stammen mehr als die Hälfte der insgesamt sechs Millionen analysierten Datensätze aus den USA, obwohl sie einen geringeren Preis erzielen als ihre dänischen Pendants. Die Untersuchung ergab, dass etwa 62,8% der in der Datenbank gefundenen Karten gehackt wurden, während der Rest wahrscheinlich das Ergebnis von Datenlecks ist.

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Zero-Day-Schwachstellen in allen Systemen von Apple geschlossen

Apple Sicherheit

Apple hat vor kurzem eine Reihe wichtiger Sicherheitsupdates für seine gesamte Produktpalette veröffentlicht, darunter iPhones, iPads, Macs und Apple Watches. Die Updates betreffen auch ältere Geräte und werden dringend empfohlen, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen, die aktiv für Angriffe ausgenutzt wurden.

Die identifizierten Schwachstellen befinden sich im Kern der Betriebssysteme und in WebKit, Apples eigener Browser-Engine. Diese Lücken könnten es Cyber-Angreifern ermöglichen, Schadcode einzuschleusen und möglicherweise vollständigen Zugriff auf die betroffenen Geräte zu erlangen.

Das Sicherheitsteam von Kaspersky hat diese Schwachstellen entdeckt und gemeldet. Es stellte sich heraus, dass sie der Haupteinfallstor für die Überwachungssoftware TriangleDB waren. Angriffe mit dieser Software richteten sich hauptsächlich gegen ältere iOS-Versionen vor 15.7.

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MOVEit: Datenlecks bei Hunderten von Unternehmen

"MOVEit", die beliebte Dateiübertragungssoftware, die von vielen Unternehmen und Dienstleistern für den sicheren Datentransfer genutzt wird, ist derzeit in den Schlagzeilen, nachdem eine schwerwiegende Sicherheitslücke entdeckt wurde. Diese ermöglichte es Hackern, eigenständigen Code auf den betroffenen Servern zu implementieren und auszuführen.

Datenhack
MOVEit-Massenhack

Die Ransomware-Gruppe Cl0p nutzte diese Schwachstelle aus und startete eine groß angelegte Angriffswelle, die während des Memorial Day in den USA ihren Höhepunkt erreichte. Zu den Opfern gehörten sowohl US-Regierungsstellen als auch eine Vielzahl globaler Unternehmen.

Die Kriminellen hatten Zugriff auf alle Daten, die mit "MOVEit" übertragen und auf den Servern gespeichert wurden. Derzeit erpressen sie die betroffenen Unternehmen mit der Drohung, die gestohlenen Daten zu veröffentlichen.

Eine vorläufige Liste der betroffenen Unternehmen wurde bereits im Darknet gefunden. Darunter befinden sich US-Finanzunternehmen und internationale Größen wie BBC, British Airways, NortonLifeLock und Shell.

Betroffen ist auch das große Preisvergleichsportal Verivox.

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IT-Sicherheitsvorfall bei der Barmer Krankenkasse

Cyberkriminelle haben sich Zugang zu Kundendaten der Barmer verschafft.

Ein Datenleck bei einem IT-Dienstleister der Barmer Krankenkasse hat dazu geführt, dass vertrauliche Kundendaten in die Hände Unbefugter gelangt sind. Betroffen waren Kunden, die am Bonusprogramm der Krankenkasse teilgenommen hatten, das in Partnerschaft mit dem betroffenen IT-Dienstleister betrieben wird.

Die Barmer Krankenkasse hat damit begonnen, die betroffenen Kundinnen und Kunden schriftlich über den Datenschutzvorfall zu informieren, um ihren Verpflichtungen aus der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nachzukommen. Der Vorfall ereignete sich am 31. Mai und wurde der Krankenkasse am 16. Juni gemeldet. Am darauffolgenden Tag informierte die Barmer in einer Pressemitteilung die Öffentlichkeit.

Derzeit prüft die Barmer, ob durch das Leck auch auf den eigenen Datenbestand zugegriffen werden konnte. Die eigenen IT-Systeme der Krankenkasse sind nach derzeitigem Kenntnisstand jedoch nicht betroffen und die Sicherheitslücke wurde inzwischen geschlossen.

Bei den abgeflossenen Daten handelt es sich um Name, Vorname, Krankenversicherungsnummer, Prämienhöhe und Bankverbindung (IBAN) der betroffenen Kundinnen und Kunden. Die Barmer hat sofort nach Bekanntwerden des Vorfalls die Verbindung zu dem betroffenen IT-Dienstleister gekappt.

Weitere Details über den Angriff und die ausgenutzte Sicherheitslücke sowie die genaue Anzahl der Betroffenen liegen derzeit noch nicht vor.

Der Vorfall macht deutlich, dass IT-Dienstleister im Gesundheitswesen und in anderen Branchen attraktive Ziele für Cyberkriminelle sind. Hier lagern große Mengen an Kundendaten, deren Diebstahl bei einem erfolgreichen Angriff weitreichende Folgen haben kann.

VirusTotal jetzt mit KI-basierter Malware-Analyse

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Google hat seinen Online-Dienst VirusTotal um eine neue, auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Funktion namens Code Insight erweitert. Die neue Funktion, die auf der Google Cloud Security AI Workbench (Sec-Palm) basiert, soll Sicherheitsexperten eine bessere und tiefere Analyse von Codeschnipseln ermöglichen.

Code Insight verwendet fortschrittliche KI-Algorithmen und maschinelles Lernen, um Verhalten von hochgeladenem Code zu untersuchen und zu verstehen. Das System fasst die Ergebnisse in natürlicher Sprache zusammen. Dadurch können Sicherheitsexperten schnell einen Überblick über das Verhalten des Codes erhalten, ohne sich durch komplexe Codezeilen und technische Details kämpfen zu müssen.

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Virenscanner (Avast und Co) vollständig aus Windows entfernen

Ein Virenscanner gräbt sich tief in das Betriebssystem ein, um alle Aktivitäten zu überwachen und mögliche Bedrohungen zu erkennen. Beim Wechsel des Virenscanners ist daher besondere Vorsicht geboten.

Aufgrund der Art und Weise, wie Virenscanner in das Betriebssystem eingreifen, hinterlassen sie oft "Reste", auch nachdem sie scheinbar entfernt wurden. Diese Reste können zu Konflikten mit dem neuen Virenschutz führen und sogar Sicherheitslücken verursachen. Es ist daher unerlässlich, vor der Installation eines neuen Virenschutzes die Reste des alten Virenschutzes vollständig zu entfernen.

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Avast beendet Unterstützung älterer Antivirensoftware

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Avast hat angekündigt, dass der Support für die älteren Versionen seiner Antivirensoftware - Avast 9, 10 und 11 - Ende des Sommers eingestellt wird. Mit dieser Änderung werden alle Updates eingestellt, einschließlich der Signatur-Updates, die für eine effektive Erkennung und Abwehr neuer Bedrohungen erforderlich sind.

Die oben genannten Versionen werden zwar weiterhin auf den Geräten der Benutzer funktionieren, aber ihr Schutzniveau wird durch das Fehlen neuer Updates beeinträchtigt. Das bedeutet, dass Nutzer, die diese Versionen weiterhin verwenden, einem erhöhten Risiko durch neue und sich entwickelnde digitale Bedrohungen ausgesetzt sein könnten.

Das Unternehmen empfiehlt Anwendern, die ältere Versionen der Avast-Software verwenden, dringend, auf die neuesten Versionen zu aktualisieren, um weiterhin den bestmöglichen Schutz zu erhalten.

Avast fasst die Situation in der Ankündigung wie folgt zusammen: „Wenn Sie über die neueste Version von Avast verfügen, werden das Programm und die Virendefinitionen automatisch aktualisiert. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass Sie immer über die leistungsfähigste und aktuellste Version von Avast verfügen. Wenn Sie die Aktualisierung nicht durchführen, sind Sie nicht mehr vor neuen Viren geschützt.“