Call of Duty: Modern Warfare 4 ist heute für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2 erschienen. Und wie bei fast jedem neuen „Call of Duty” ist auch bei „MW4” schnell eine Diskussion entbrannt: Kann ein VPN bei Call of Duty: Modern Warfare 4 helfen, einfachere Gegner zu finden?
Bei der Online-Spielersuche versucht das Spiel, passende Gegner zusammenzustellen. Dazu nutzt das System das sogenannte Skill-Based Matchmaking (SBMM). Ziel ist es, Spieler mit ähnlicher Leistungsstärke zusammenzubringen.
Ich habe direkt nach dem Launch selbst mit einem VPN experimentiert, da ich neben kompetitiven Runden auch einfach mal entspannt Camo grinden, andere Loadouts testen und nicht jede Runde wie ein Ranked-Match spielen möchte. Und vorweg: Ja, bei mir hat es mit NordVPN funktioniert, entspanntere Lobbys zu finden. Nicht immer, nicht garantiert und nicht immer ohne einen schlechteren Ping, aber insgesamt hat es gut geklappt.
Ich wollte diesen Artikel so schnell wie möglich nach dem CoD MW4-Launch online bringen, weil das Thema VPN und Matchmaking gerade viele beschäftigt. Deshalb aktualisiere ich ihn regelmäßig mit neuen Testergebnissen, Ping-Werten und Erfahrungen aus weiteren Regionen.
Wichtig vorab: Was ein VPN bei CoD MW4 kann - und was nicht
Ein VPN schaltet SBMM nicht ab. Es gibt auch keine Option, mit der sich Bot-Lobbys garantieren lassen. Ein VPN ändert jedoch den regionalen Spielerpool, aus dem das Matchmaking potenziell schöpft. Wenn man sich zu einer bestimmten Uhrzeit mit einer Region verbindet, in der gerade wenig los ist, kann das Matchmaking anders aussehen.
Ob sich dadurch tatsächlich entspanntere Lobbys ergeben, hängt von der Region, der Uhrzeit, dem Ping und dem aktuellen Matchmaking-System ab.

Meine Testergebnisse: Modern Warfare 4 mit VPN
In meinem Test ging es vor allem um die Frage, ob ich mithilfe eines VPN Regionen finden kann, in denen die Lobbys entspannter sind, ohne dass der Ping so hoch wird, dass es nicht mehr spielbar ist.
Ich habe in MW4 Quick Play mit einem ähnlichen Loadout und ohne Ranked-Modus gespielt. Getestet habe ich auf dem PC mit der NordVPN-App sowie auf der PlayStation 5 über eine Router-Konfiguration. Die folgenden Werte sind meine persönlichen Testnotizen. Die Lobby-Härte ist eine subjektive Einschätzung.
- In Frankfurt und Amsterdam war der Ping mit Abstand am besten. Die Lobbys fühlten sich aber genauso an, wie man es von einem kompetitiven „Call of Duty” erwartet: schnelle Gegner, viele Meta-Loadouts, kaum Luft zum Durchatmen. Wer entspannte Runden sucht, wird eher enttäuscht.
- London war für mich der beste Kompromiss. Mit 24-29 ms lag der Ping noch angenehm niedrig und in vier von zehn Matches hatte ich das Gefühl, auf deutlich weniger starke Gegner zu treffen als in Frankfurt. Es handelte sich zwar nicht um Bot-Lobbys, doch die Runden fühlten sich weniger hektisch an. Ich konnte mehrere Camo-Challenges abschließen, ohne dass jede Begegnung wie ein Finale wirkte.
- Los Angeles und São Paulo waren die Regionen, in denen ich am deutlichsten entspanntere Lobbys hatte. In São Paulo traf ich in 10 Matches nur 2 Gegner, die ich als „auffällig stark“ eingestuft hätte. Der Ping war mit 80-111 ms etwas hoch, dass ich dort definitiv nicht ranked oder kompetitiv spielen würde. Für ein paar lockere Runden mit anderen Loadouts war es aber okay.
In den nächsten Tagen werde ich weitere Regionen und Tageszeiten testen und diesen Artikel entsprechend aktualisieren. Wenn ihr eigene Erfahrungen mit einem Modern-Warfare-4-VPN gemacht habt, schreibt sie gerne in die Kommentare. Besonders interessieren mich Details zu Tageszeiten, Serverregionen und Ping-Werten. So entsteht nach und nach eine richtig gute Sammlung für alle, die ebenfalls mit Regionen experimentieren möchten.
Fazit: Bei mir hat es funktioniert
Ich will nichts beschönigen: Wie bereits erwähnt, ist ein VPN kein SBMM-Aus-Schalter und garantierte Bot-Lobbys gibt es nicht. In meinem Test hat es aber tatsächlich funktioniert, Regionen zu finden, in denen die Lobbys gefühlt entspannter waren. Für mich war London beispielsweise der beste Kompromiss: akzeptabler Ping und ein spürbar lockererer Lobby-Mix.
Welchen VPN Anbieter empfehle ich für Modern Warfare 4?
Meine klare Empfehlung ist NordVPN (das Basis-Abo reicht aus). Ich habe in den letzten Jahren diverse VPN-Anbieter ausprobiert - von günstigen Alternativen bis zu größeren Namen - und dabei viel experimentiert, gerade auch im Gaming-Bereich. In puncto Leistung, Stabilität, Serverauswahl und Geschwindigkeit hat NordVPN mit Abstand die beste Leistung gezeigt. NordVPN ist für Gamer im Prinzip Pflicht. Als Protokoll empfehle ich NordLynx. Mit OpenVPN funktioniert es ansonsten aber auch.
Auf dem PC kannst du die NordVPN-App direkt installieren und nutzen. Um NordVPN auf PS5, Xbox Series X|S und Switch 2 zu nutzen, brauchst du die Router-Lösung oder richtest einen Windows-Hotspot ein (Anleitung ↓). Eine direkte Installation der App auf der Konsole ist nicht möglich.
Hier eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du einen Windows-Hotspot mit NordVPN einrichtest. Es ist super einfach:
Windows-Hotspot mit NordVPN
SCHRITT 1 VON 4
Protokoll auf OpenVPN stellen
Öffne die NordVPN-App → Einstellungen → Verbindung und wähle OpenVPN (UDP). NordLynx funktioniert für den Hotspot nicht, weil Windows dafür keinen Adapter freigeben kann.
SCHRITT 2 VON 4
Mobilen Hotspot aktivieren
Windows-Einstellungen → Netzwerk & Internet → Mobiler Hotspot. „Teilen über“ auf WLAN stellen und den Hotspot einschalten. Name und Passwort notieren.
SCHRITT 3 VON 4
VPN-Verbindung freigeben
Win + R → ncpa.cpl → Rechtsklick auf den NordVPN-Adapter (OpenVPN/TAP) → Eigenschaften → Tab Freigabe → Häkchen setzen und den Hotspot auswählen → OK.
SCHRITT 4 VON 4
Konsole verbinden & VPN starten
Konsole mit dem Hotspot-WLAN verbinden. Dann auf dem PC NordVPN öffnen und Server auswählen - erst dadurch läuft der Konsolen-Traffic durch den Tunnel.
← Wischen oder Punkte antippen →

