Epic Games: Neuer Launcher soll deutlich flotter werden

Epic Games: Neuer Launcher soll deutlich flotter werden

Für viele PC-Spieler gehört der Epic Games Launcher nicht zu den beliebtesten Programmen auf dem eigenen Rechner. Zwar lockt der Epic Games Store seit Jahren mit kostenlosen Spielen, Exklusivtiteln und regelmäßigen Aktionen, doch der Launcher selbst steht immer wieder in der Kritik: Er sei zu langsam, zu träge und zu wenig komfortabel.

Genau hier will Epic Games ansetzen. Das Unternehmen arbeitet an einer umfassenden Überarbeitung des Epic Games Launchers V2. Der neue Launcher soll nicht nur optisch moderner werden, sondern vor allem technisch deutlich schneller reagieren.

Epic verspricht deutlich bessere Performance

Am wichtigsten ist die Geschwindigkeit. Epic Games spricht von einem kompletten Neuaufbau des Launchers, anstatt die bestehende Version nur zu optimieren. Konkret ist von einem bis zu fünfmal schnelleren Kaltstart die Rede.

Neuer Store, neue Oberfläche, mehr Personalisierung

Neben der reinen Performance plant Epic auch eine Überarbeitung der Store-Oberfläche. Die Startseite soll stärker personalisiert werden, um Nutzern passendere Empfehlungen anzuzeigen. Auch die Spielseiten sollen künftig mehr bieten als nur Trailer, Screenshots, Preis und Download-Button.

Geplant sind unter anderem bessere Kategorien, überarbeitete Produktseiten und mehr Informationen direkt im Store. Dazu gehören auch Patch Notes, die die Entwickler direkt auf den Store-Seiten ihrer Spiele hinterlegen können.

Nutzerbewertungen und Profile sollen kommen

Eine weitere wichtige Neuerung betrifft die Community-Funktionen. Offenbar will Epic künftig stärker in Richtung klassischer Plattform-Funktionen gehen. Geplant sind unter anderem Spielerprofile, Avatare, private Nachrichten, Voice-Chat und Partys, die unabhängig von einem bestimmten Spiel genutzt werden können.

Auch nutzergeschriebene Bewertungen sollen eine größere Rolle spielen. Damit würde Epic einen Bereich ausbauen, der bei Steam seit Jahren ein zentraler Bestandteil der Plattform ist.

Bisher war Epic bei Community-Funktionen dieser Art eher zurückhaltend. Das Unternehmen wollte unter anderem Missbrauch, wie etwa Review-Bombing, vermeiden.

Roadmap über mehrere Stufen

Offenbar sollen die Neuerungen nicht alle gleichzeitig erscheinen. Epic Games plant die Einführung in mehreren Phasen. Zu den ersten Schritten gehören unter anderem eine private Beta des neuen Launchers, technische Umbauten am Store, Cross-Region-Gifting und eine sogenannte Chunked Installation für Fortnite. Letzteres könnte bedeuten, dass Nutzer bestimmte Bestandteile gezielter installieren oder herunterladen können.

Später sollen eine öffentliche Beta-Version, eine verbesserte Suche, Spielerprofile, Bewertungen und weitere Komfortfunktionen folgen. Auf der Roadmap weiter hinten stehen unter anderem universeller Controller-Support, eine überarbeitete Storefront und mögliche Community-Funktionen rund um einzelne Spiele.

Angriff auf Steam bleibt schwierig

Mit dem neuen Launcher möchte Epic Games offenbar näher an Steam heranrücken. Steam ist seit Jahren die dominierende PC-Plattform und bietet eine riesige Funktionsvielfalt: Reviews, Foren, Community-Hubs, Controller-Konfiguration, Workshop, Cloud-Saves, Freundesliste, Chat, Familienfunktionen und vieles mehr.

Dadurch wird der Epic Games Store aber kaum zur ernsthaften Gefahr für Steam. Dafür ist die Plattform von Valve zu etabliert und zu funktionsreich. Ein besserer Epic Launcher wäre für Nutzer dennoch eine gute Nachricht. Mehr Konkurrenz im PC-Gaming-Markt schadet nicht - vor allem dann nicht, wenn sich diese auch in der Nutzererfahrung niederschlägt.

Letzte Aktualisierung: 22. Juni 2026
Felix Bauer
Felix Bauer
Felix Bauer ist IT-Security Consultant und IT Fachjournalist (Themen: Tech, IT-Sicherheit und Datenschutz). Felix Bauer ist seit 20 Jahren in der IT-Sicherheitsbranche tätig. Sein Hauptschwerpunkt liegt auf dem Thema „Virenschutz für Endanwender“. Felix Bauer ist OpenSource-Evangelist und besitzt den Master of Science in Security and Forensic Computing. Felix Bauer hat bereits an zahlreichen IT-Sicherheitskonferenzen und sonstigen IT-Sicherheitstagungen teilgenommen und diverse professionelle Qualifikationen im Bereich IT-Sicherheit erworben. Er ist Mitbegründer des Projekts bleib-Virenfrei.

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