pCloud im Test: Wie gut ist der Cloud-Speicher wirklich?

pCloud im Test

pCloud gehört zu den interessantesten Cloud-Speichern, insbesondere für Nutzer, die ihre Dateien langfristig sichern möchten, ohne ein dauerhaftes monatliches Abonnement abzuschließen. Der Schweizer Anbieter hat neben klassischen Jahresabonnements auch sogenannte Lifetime-Tarife im Angebot. Bei diesen wird der Speicherplatz mit einer einmaligen Zahlung erworben.

Doch ein günstiger Lifetime-Speicher allein macht noch keinen guten Cloud-Dienst aus. Ausschlaggebend sind die Zuverlässigkeit der Synchronisierung, die Benutzerfreundlichkeit bei der Verwaltung von Dateien und vor allem die Sicherheit der eigenen Daten.

Für meine Bewertung habe ich mir deshalb nicht nur die Funktionen und Tarifmodelle angesehen, sondern insbesondere die technische Umsetzung von pCloud Drive, das Sicherheitskonzept sowie die Unterschiede zwischen Synchronisierung und Backup genauer analysiert. Dabei zeigt sich ein durchaus interessantes Bild: pCloud bietet einige Funktionen, die ich gegenüber Google Drive, OneDrive und Dropbox für ausgesprochen sinnvoll halte.

pCloud im Überblick: Die wichtigsten Funktionen

EigenschaftpCloud
AnbieterpCloud, Schweiz
BetriebssystemeWindows, macOS, Linux, Android, iOS
Kostenloser SpeicherBis zu 10 GB
Kostenpflichtiger Speicher500 GB bis 10 TB in regulären Einzeltarifen
Lifetime-SpeicherJa, mit Einmalzahlung
Virtuelles LaufwerkJa
Automatische SynchronisierungJa
Computer-BackupJa
Ende-zu-Ende-VerschlüsselungOptional, kostenpflichtig
EU-RechenzentrumJa, bei entsprechender Datenregion
DateiversionierungJa
DateifreigabenJa
Zwei-Faktor-AuthentifizierungJa

Für mich ist das Zusammenspiel aus virtuellem Laufwerk, klassischer Dateisynchronisierung und den Lifetime-Tarifen die größte Besonderheit. Dadurch unterscheidet sich pCloud in mehreren Punkten von herkömmlichen Cloud-Speichern.

pCloud Drive: Das virtuelle Laufwerk ist für mich die interessanteste Funktion

Eine der interessantesten Funktionen von pCloud ist das virtuelle Laufwerk pCloud Drive, das direkt in den Windows-Explorer eingebunden wird. Im Gegensatz zu klassischen Cloud-Speichern müssen die Dateien nicht vollständig auf der Festplatte gespeichert werden. Sie lassen sich stattdessen wie auf einem normalen Laufwerk öffnen, kopieren und verwalten.

Das ist besonders bei Geräten mit wenig Speicherplatz praktisch. So kann beispielsweise ein Nutzer eines Notebooks mit 256 GB SSD trotzdem auf mehrere Terabyte Fotos, Videos und Dokumente zugreifen, ohne diese lokal speichern zu müssen. Die benötigten Daten werden erst beim Zugriff heruntergeladen. Häufig verwendete Dateien speichert pCloud teilweise im lokalen Cache, wodurch sich der erneute Zugriff beschleunigen kann.

Ganz ohne Einschränkungen funktioniert es allerdings nicht, da die Dateien überwiegend online liegen und die Geschwindigkeit somit von der Internetverbindung abhängt. Das kann sich besonders bei großen Dateien oder Anwendungen mit vielen gleichzeitigen Dateizugriffen bemerkbar machen. Außerdem sind Dateien nicht automatisch offline verfügbar.

Synchronisierung und Backup: Wie zuverlässig arbeitet pCloud?

Neben dem virtuellen Laufwerk bietet pCloud auch eine klassische Ordnersynchronisierung. Dabei können beliebige lokale Ordner mit der Cloud verbunden werden, sodass Änderungen automatisch zwischen den Geräten abgeglichen werden. Das ist besonders praktisch, wenn man beispielsweise am Desktop-PC und am Notebook mit denselben Dokumenten arbeitet. Positiv ist außerdem, dass bestehende Ordner direkt eingebunden werden können, ohne dass die gesamte Dateistruktur verschoben werden muss.

Auch bei den Einstellungen bietet pCloud einige interessante Möglichkeiten. So lassen sich beispielsweise bestimmte Ordner oder Dateitypen von der Synchronisierung ausschließen und die Upload- und Download-Geschwindigkeit begrenzen. Hinzu kommt die LAN-Synchronisierung, bei der Dateien zwischen Geräten im selben Netzwerk direkt übertragen werden können. Gerade bei größeren Datenmengen kann dies die Synchronisierung deutlich beschleunigen. Frühere Dateiversionen lassen sich ebenfalls wiederherstellen.

Geschwindigkeit: Wie schnell arbeitet pCloud?

Ein Cloud-Speicher kann noch so viele Funktionen bieten - wenn die Geschwindigkeit von Uploads und Downloads zu langsam ist, leidet die Alltagstauglichkeit erheblich. Bei der Geschwindigkeit muss man grundsätzlich zwischen mehreren Faktoren unterscheiden. Neben der eigenen Internetleitung spielen insbesondere die Serveranbindung, die Anzahl der Dateien und der verwendete Synchronisierungsclient eine Rolle.

Dabei werden zwei unterschiedliche Szenarien häufig miteinander verwechselt. Beim Hochladen einer einzelnen großen Datei lässt sich die Internetverbindung meist effizient auslasten. Werden hingegen Tausende kleiner Dateien übertragen, entsteht zusätzlicher Verwaltungsaufwand durch Dateiprüfungen, Metadaten und Netzwerkoperationen.

Die Ergebnisse aus meinem Geschwindigkeitstest

Um die Geschwindigkeit von pCloud unter realistischen Bedingungen zu überprüfen, habe ich den Cloud-Speicher mit den Angeboten von Microsoft OneDrive und Google Drive verglichen. Dabei kam eine Internetverbindung mit jeweils 300 Mbit/s im Upload und Download zum Einsatz.

Für meinen Praxistest habe ich einen Testbestand von rund 900 MB zusammengestellt, der aus zahlreichen Dateien, Ordnern sowie Fotos und Videos bestand. Damit wollte ich nicht nur die reine Übertragungsgeschwindigkeit großer Einzeldateien messen, sondern auch die Effizienz der Anbieter beim Umgang mit unterschiedlichen Dateitypen und vielen einzelnen Dateien überprüfen.

Die Ergebnisse haben mich durchaus überrascht. pCloud konnte sich sowohl beim Upload als auch beim Download deutlich gegen die beiden Konkurrenten durchsetzen.

Während pCloud für den Upload lediglich 10 Minuten und 21 Sekunden benötigte, dauerte derselbe Vorgang bei Microsoft OneDrive 22 Minuten und 33 Sekunden und bei Google Drive sogar 23 Minuten und 26 Sekunden. Damit war pCloud mehr als doppelt so schnell.

Noch deutlicher fiel der Unterschied beim Download aus. Hierfür benötigte pCloud nur 5 Minuten und 1 Sekunde. Google Drive kam auf 13 Minuten und 35 Sekunden, während OneDrive mit 14 Minuten und 47 Sekunden am längsten brauchte.

Zusätzlich habe ich die CPU-Auslastung beobachtet. Auch hierbei lieferte pCloud mit 28 % den niedrigsten Wert. Bei OneDrive waren es 38 %, bei Google Drive 42 %.

Sicherheit und Datenschutz: Wie sicher ist pCloud wirklich?

Bei Cloud-Speichern ist Sicherheit deutlich komplexer als die Angabe einer möglichst hohen Verschlüsselungsstärke. pCloud wirbt mit Schweizer Datenschutzstandards, TLS-geschützten Verbindungen und AES-256-Verschlüsselung. Das sind grundsätzlich sinnvolle Sicherheitsmechanismen. Entscheidend ist jedoch, wer Zugriff auf die Schlüssel hat und an welcher Stelle die Verschlüsselung erfolgt.

Hier muss man bei pCloud unbedingt zwei Bereiche unterscheiden.

1. Die normale Cloud-Speicherung

In einem regulären Cloud-Speicher werden Dateien während der Übertragung geschützt und auf den Servern verschlüsselt gespeichert. Dadurch wird verhindert, dass Daten unverschlüsselt über das Internet übertragen werden oder ohne Weiteres aus ausgelesenen Speichermedien rekonstruiert werden können.

Allerdings handelt es sich dabei nicht automatisch um eine echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Bei der normalen Speicherung verwaltet der Anbieter die entsprechende Verschlüsselungsinfrastruktur. Deshalb darf man nicht davon ausgehen, dass ausschließlich der Kontoinhaber Zugriff auf die unverschlüsselten Inhalte hat.

2. pCloud Encryption: Der zusätzliche Crypto-Ordner

Für besonders vertrauliche Dateien steht die kostenpflichtige Zusatzfunktion pCloud Encryption zur Verfügung. Dabei werden Dateien bereits auf dem eigenen Gerät verschlüsselt, bevor sie in die Cloud hochgeladen werden. Der dafür vorgesehene Crypto-Ordner verwendet ein Zero-Knowledge-Konzept.

Vereinfachte Darstellung der clientseitigen Verschlüsselung von pCloud Encryption.

Aus Sicht der IT-Sicherheit ist das ein wesentlicher Unterschied. Im vorgesehenen Sicherheitsmodell besitzt der Anbieter nämlich nicht den Schlüssel, mit dem sich die verschlüsselten Nutzdaten wieder lesbar machen lassen. Das bedeutet allerdings auch, dass ein verlorenes Crypto-Passwort problematisch ist. Ohne das erforderliche Schlüsselmaterial lassen sich die verschlüsselten Dateien unter Umständen nicht wiederherstellen.

Was mich am Sicherheitskonzept stört

Die zusätzliche Zero-Knowledge-Verschlüsselung ist technisch sinnvoll. Dass sie jedoch nicht standardmäßig für alle Dateien aktiviert ist, kritisiere ich. Andere Cloud-Dienste setzen stärker auf standardmäßig clientseitig verschlüsselte Daten. Bei pCloud muss man sich dagegen bewusst entscheiden, welche Inhalte im Crypto-Ordner liegen sollen.

Daraus ergibt sich ein Zielkonflikt zwischen Komfort und Vertraulichkeit. Funktionen wie serverseitige Vorschauen, Medienverarbeitung oder eine komfortable Suche lassen sich bei einer konsequenten Zero-Knowledge-Verschlüsselung nur mit zusätzlichen technischen Kompromissen bereitstellen.

Wer sich insbesondere wegen des Datenschutzes für pCloud entscheidet, sollte sich dieser Einschränkung bewusst sein.

Schweizer Unternehmen bedeutet nicht automatisch Schweizer Server

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der tatsächliche Speicherort: pCloud bietet verschiedene Datenregionen, darunter die Europäische Union und die USA. Für Nutzer aus Deutschland empfehle ich bei der Registrierung die Auswahl einer EU-Datenregion.

Pcloud Speicherort

Der Unternehmenssitz in der Schweiz ist zwar relevant für den rechtlichen Rahmen. Er sagt jedoch noch nichts darüber aus, wer Daten verarbeitet, welche Unterauftragnehmer beteiligt sind oder welche Behörden unter welchen Voraussetzungen Zugriff verlangen können.

Mein Sicherheitsfazit: Für die normale Speicherung von Bildern, Videos und Dokumenten bietet pCloud ein solides technisches Sicherheitskonzept. Besonders sensible Daten würde ich ausschließlich im Crypto-Ordner oder zusätzlich lokal verschlüsselt hochladen.

Für Benutzer, die einen Cloud-Dienst nach dem Prinzip maximaler Vertraulichkeit suchen, ist der optionale Charakter der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eine relevante Schwäche.

Dateien wiederherstellen: pCloud Rewind und Dateiversionierung

Ein Bereich, den ich bei Cloud-Speichern besonders wichtig finde, ist die Wiederherstellung versehentlich gelöschter oder veränderter Dateien. Bei pCloud stehen dafür mehrere Funktionen zur Verfügung, die unterschiedliche Aufgaben übernehmen.

  • Papierkorb: Gelöschte Dateien werden zunächst aufbewahrt und können innerhalb der vorgesehenen Frist wiederhergestellt werden.
  • Dateiversionierung: Bei Änderungen an bestehenden Dateien lassen sich frühere Versionen abrufen. Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn ein Dokument versehentlich überschrieben wurde.
  • Mit pCloud Rewind kann der Dateibestand aus einem früheren Zeitpunkt angezeigt werden. So lassen sich nach einem unerwünschten Ereignis auch mehrere Dateien und Ordner wiederherstellen.

In kostenpflichtigen Tarifen beträgt der reguläre Wiederherstellungszeitraum 30 Tage. Bei kostenlosen Konten sind es 15 Tage. Mit der kostenpflichtigen Erweiterung „Extended File History” kann dieser Zeitraum auf 365 Tage verlängert werden.

Hilft pCloud gegen Ransomware?

Grundsätzlich können frühere Dateiversionen bei einem Ransomware-Angriff sehr nützlich sein. Wenn Schadsoftware lokale Dokumente verschlüsselt und diese Änderungen anschließend mit pCloud synchronisiert werden, besteht die Möglichkeit, auf ältere, noch unverschlüsselte Versionen zurückzugreifen.

Das funktioniert allerdings nur, wenn die entsprechenden Versionen noch vorhanden sind und nicht ebenfalls kompromittiert oder gelöscht wurden. Ich würde deshalb auch bei pCloud nicht ausschließlich auf Rewind vertrauen. Für wirklich wichtige Daten sind zusätzliche, getrennte Backups weiterhin Pflicht.

Dateien teilen und gemeinsam bearbeiten

Zu den klassischen Funktionen eines Cloud-Speichers gehört die Möglichkeit, Dateien mit anderen Personen zu teilen. pCloud bietet unter anderem die Option, Dateien per Link freizugeben, Ordner gemeinsam zu nutzen und Dateien anzufordern.

Besonders praktisch sind die erweiterten Freigabeeinstellungen. Je nach Tarif und Freigabeart lassen sich beispielsweise Passwörter oder Ablaufdaten festlegen. Bei gemeinsamen Ordnern können unterschiedliche Berechtigungen vergeben werden. Dadurch lässt sich steuern, ob andere Personen Dateien lediglich ansehen oder auch verändern dürfen.

Dateien teilen

pCloud Docs: Dokumente direkt in der Cloud bearbeiten

Ein interessanter neuer Bestandteil ist pCloud Docs. Während bei früheren Tests das Fehlen eines integrierten Dokumenteneditors bemängelt wurde, bietet pCloud inzwischen eigene Bearbeitungsmöglichkeiten für Dokumente, Tabellen, Präsentationen, PDFs und weitere Dateiformate.

Auch das gemeinsame Bearbeiten in Echtzeit wird unterstützt. Damit schließt pCloud eine frühere Funktionslücke gegenüber Google Drive und OneDrive.

Trotzdem würde ich pCloud derzeit nicht als gleichwertigen Ersatz für eine vollständige Microsoft-365- oder Google-Workspace-Umgebung betrachten. Gerade bei komplexen Office-Dateien, Makros, speziellen Formatierungen und eingespielten Teamprozessen sollte zunächst die Kompatibilität geprüft werden.

Für die gelegentliche Dokumentbearbeitung und einfache Zusammenarbeit ist die neue Funktion jedoch eine sinnvolle Ergänzung.

Fotos und Videos: pCloud als Medienarchiv

pCloud ist ebenfalls interessant für die langfristige Speicherung privater Fotos und Videos. Die Apps bieten Funktionen, mit denen sich Aufnahmen automatisch hochladen lassen. Anschließend können sie über verschiedene Geräte abgerufen werden. Hinzu kommen Medienvorschauen und integrierte Wiedergabefunktionen.

pCloud als Medienarchiv

Gerade bei großen Fotoarchiven spielt das virtuelle Laufwerk seine Stärken aus. Anstatt sämtliche Originaldateien dauerhaft auf dem Notebook vorzuhalten, kann die komplette Sammlung online gespeichert werden.

Allerdings sollte man einen reinen Cloud-Speicher nicht mit einer spezialisierten Fotoverwaltung verwechseln. Google Fotos und Apple Fotos bieten beispielsweise umfangreiche Such- und Organisationsfunktionen, die über eine klassische Ordnerverwaltung hinausgehen.

Auch bei der Unterstützung bestimmter Bildformate gibt es Einschränkungen. In meinem Test fiel mir unter anderem auf, dass es keine HEIC- und HEIF-Vorschauen gibt. Für die unveränderte Archivierung von Originaldateien ist das weniger problematisch.

pCloud auf dem Smartphone: Android und iPhone

Neben den Desktop-Anwendungen stehen auch Apps für Android und iOS zur Verfügung. Damit lassen sich Dateien abrufen, hochladen, teilen und für die Offline-Nutzung speichern.

Besonders relevant finde ich die automatische Foto-Upload-Funktion. Damit werden neue Smartphone-Aufnahmen ohne manuelle Übertragung in den Cloud-Speicher übernommen.

Ein solcher Upload ersetzt allerdings kein vollständiges Smartphone-Backup. App-Daten, Systemeinstellungen, Nachrichten und andere gerätespezifische Inhalte werden dadurch nicht zwangsläufig gesichert.

Beim Löschen von Bildern sollte man ebenfalls unterscheiden, ob eine lokale Datei, eine Cloud-Kopie oder eine synchronisierte Datei entfernt wird. Wer hier unbedacht vorgeht, riskiert unbeabsichtigten Datenverlust.

Insgesamt bietet pCloud für die mobile Nutzung die wesentlichen Funktionen, die ich von einem modernen Cloud-Speicher erwarte.

pCloud Preise 2026: Lohnt sich der Lifetime-Speicher?

Kommen wir zu einer der wichtigsten Fragen: Was kostet pCloud und lohnt sich die einmalige Zahlung?
Bei den Lifetime-Tarifen unterscheidet sich pCloud deutlich von vielen anderen Cloud-Anbietern. Anstatt jeden Monat oder jedes Jahr zu bezahlen, kann man eine bestimmte Speicherkapazität dauerhaft freischalten lassen.

Die auf der offiziellen Website dargestellten Angebote ändern sich allerdings regelmäßig. Außerdem werden je nach Angebotsseite und Aktion unterschiedliche Preise angezeigt.

Eine der aktuell abrufbaren offiziellen Preisübersichten nennt folgende Beträge:

Lifetime-TarifEinmaliger Preis
Premium 500 GB199 USD
Premium Plus 2 TB399 USD
Ultra 10 TB1.190 USD

Stand der abgerufenen pCloud-Angebotsseite: Oktober 2026. Aktionspreise können sich ändern.

Was bedeutet Lifetime bei pCloud?

Ein Punkt ist besonders wichtig: „Lifetime” bedeutet nicht, dass pCloud eine Dienstleistung für alle Zeiten garantieren kann. Gemäß den Nutzungsbedingungen gilt der Lifetime-Tarif für die Lebensdauer des Kontoinhabers oder für 99 Jahre, je nachdem, welcher Zeitraum kürzer ist.

Dies ist eine vertragliche Definition und keine Garantie dafür, dass der Anbieter tatsächlich 99 Jahre existieren wird. Bei einem Lifetime-Angebot wird die zukünftige Nutzung im Voraus bezahlt. Zwar spart man sich wiederkehrende Abo-Gebühren, gleichzeitig trägt man aber ein gewisses wirtschaftliches Risiko.

Ab wann lohnt sich Lifetime gegenüber einem Jahresabo?

Für die Bewertung ist neben dem Kaufpreis auch die Nutzungsdauer des Speichers entscheidend. Nehmen wir als Rechenbeispiel einen Lifetime-Preis von 399 Euro und einen Jahrespreis von 99,99 Euro für dieselbe Speicherkapazität.

Lifetime-Rechner: Ab wann lohnt sich die Einmalzahlung?

Vergleiche die Kosten eines Lifetime-Speichers mit einem klassischen Jahresabo.

5 Jahre
1 Jahr 20 Jahre
Jahresabos gesamt
499,95 €
Lifetime einmalig
399,00 €
Deine Ersparnis mit Lifetime
100,95 €
ⓘ
Die Einmalzahlung amortisiert sich rechnerisch nach etwa 4 Jahren.

Hinweis: Vereinfachte Berechnung ohne Inflation, Zinsen, zukünftige Preisänderungen oder Zusatzfunktionen. Lifetime-Angebote setzen voraus, dass der Anbieter den Dienst weiterhin bereitstellt.

Bei einer Nutzungsdauer von fünf oder zehn Jahren kann der finanzielle Vorteil erheblich ausfallen. Allerdings ist diese Rechnung nur sinnvoll, wenn man tatsächlich so lange beim Anbieter bleiben möchte.

Wer regelmäßig zwischen Cloud-Diensten wechselt oder nur vorübergehend mehr Speicherplatz benötigt, ist mit einem flexiblen Jahresabo möglicherweise besser beraten. Ein weiterer Punkt sind Zusatzfunktionen wie pCloud Encryption, die weitere Kosten verursachen können. Diese sollte man bei einem langfristigen Preisvergleich unbedingt berücksichtigen.

pCloud Vorteile und Nachteile im Überblick

+

Vorteile

  • ✓ Virtuelles Laufwerk spart lokalen Speicherplatz
  • ✓ Gute Übertragungsgeschwindigkeiten in unabhängigen Tests
  • ✓ Lifetime-Tarife ohne wiederkehrende Speichergebühren
  • ✓ Clientseitige Verschlüsselung optional verfügbar
  • ✓ Apps für alle wichtigen Betriebssysteme
  • ✓ Dateiversionierung und Wiederherstellungsfunktionen
−

Nachteile

  • ✕ Zero-Knowledge-Verschlüsselung kostet zusätzlich
  • ✕ Begrenzte Transparenz bei unabhängigen Sicherheitsprüfungen

Für wen lohnt sich pCloud?

Meiner Einschätzung nach ist pCloud besonders für Nutzer geeignet, die einen klassischen Cloud-Speicher mit möglichst flexibler Dateiverwaltung suchen. Das virtuelle Laufwerk ist insbesondere für Nutzer interessant, die große Mengen an Fotos, Videos, Dokumenten oder Archiven speichern möchten.

Auch die Lifetime-Tarife gehören zu den wichtigsten Argumenten für Nutzer, die bewusst auf monatliche Cloud-Abonnements verzichten möchten.

Weniger geeignet ist pCloud hingegen für Personen, die ihre gesamte tägliche Zusammenarbeit über eine tief integrierte Office-Plattform organisieren oder einen ausschließlich standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselten Cloud-Speicher nutzen möchten.

Bei besonders wichtigen geschäftlichen Daten würde ich zudem sorgfältig prüfen, ob der gewählte Tarif, das Verschlüsselungsmodell und die verfügbaren Backup-Funktionen den eigenen Sicherheitsanforderungen tatsächlich entsprechen.

Mein Fazit: Ist pCloud 2026 empfehlenswert?

Aus meiner Sicht ist pCloud ein technisch interessantes Cloud-Speicherangebot mit einigen überzeugenden Funktionen. Am meisten überzeugt mich das Konzept des virtuellen Laufwerks. Es löst ein ganz praktisches Problem, da große Datenbestände über den normalen Dateimanager zugänglich bleiben, ohne vollständig auf der lokalen Festplatte liegen zu müssen.

Auch die Synchronisierungsleistung hat in meinen Tests einen guten Eindruck gemacht. Hinzu kommen ein breites Angebot an unterstützten Betriebssystemen, eine solide Dateiverwaltung und nützliche Wiederherstellungsfunktionen.

Ein weiterer Pluspunkt sind die Lifetime-Tarife. Gerade wer langfristig mehrere Terabyte Speicherplatz benötigt, kann finanziell von einem Lifetime-Tarif profitieren.

Die größte Schwäche ist für mich das Sicherheitsmodell: Zwar bietet pCloud eine echte clientseitige Verschlüsselung an, doch diese ist nicht automatisch Bestandteil der normalen Cloud-Speicherung. Für besonders sensible Daten muss die zusätzliche Verschlüsselungsfunktion daher bewusst verwendet werden.

Insgesamt halte ich pCloud für eine empfehlenswerte Lösung für private Dateien, umfangreiche Medienarchive und den geräteübergreifenden Dateizugriff. Wer dagegen einen konsequenten Zero-Knowledge-Cloud-Speicher sucht oder anspruchsvolle Anforderungen an unveränderliche Backups stellt, sollte auch Alternativen wie Proton Drive, Tresorit oder spezialisierte Backup-Dienste in Betracht ziehen.

Meine abschließende Bewertung: pCloud überzeugt vor allem durch seine flexible Dateiverwaltung und das Lifetime-Preismodell. Die technischen Grundlagen sind gut, allerdings sollte man insbesondere bei Verschlüsselung, Datensicherung und langfristigen Vertragsbindungen die Einschränkungen kennen.

Häufige Fragen zu pCloud

Ist pCloud seriös?

pCloud ist ein etablierter Schweizer Cloud-Speicheranbieter, der seit 2013 auf dem Markt ist. Das Unternehmen bietet kostenpflichtige und kostenlose Speicherlösungen an. Wie bei jedem Cloud-Dienst hängt die Eignung von den individuellen Anforderungen an Datenschutz, Verfügbarkeit und langfristige Datensicherung ab.

Ist pCloud wirklich lebenslang?

Die Lifetime-Tarife gelten gemäß den Nutzungsbedingungen für die Lebensdauer des Kontoinhabers oder maximal 99 Jahre. Voraussetzung ist, dass der Anbieter den Dienst weiterhin bereitstellt.

Kann pCloud meine Dateien sehen?

Bei der regulären Speicherung verfügt pCloud grundsätzlich über die technische Möglichkeit, Dateien serverseitig zu verarbeiten. Mit der zusätzlichen pCloud-Verschlüsselung werden die Dateien clientseitig verschlüsselt, sodass der Anbieter im vorgesehenen Zero-Knowledge-Modell keinen Zugriff auf deren Klartext besitzt.

Was passiert, wenn ich eine Datei versehentlich lösche?

pCloud bietet einen Papierkorb, Dateiversionierung und Rewind. Bei kostenpflichtigen Tarifen können Dateien in der Regel bis zu 30 Tage wiederhergestellt werden, sofern sie den jeweiligen Wiederherstellungsbedingungen entsprechen.

Ist pCloud besser als Google Drive?

Das hängt von der Nutzung ab: pCloud bietet mit dem virtuellen Laufwerk und den Lifetime-Tarifen interessante Vorteile. Google Drive punktet dagegen vor allem bei der Integration in die Google-Dienste und bei komplexer Zusammenarbeit.

Ist pCloud als einziges Backup geeignet?

Für wichtige Daten würde ich davon abraten. Eine zusätzliche, unabhängig verwaltete Datensicherung ist weiterhin sinnvoll, insbesondere zum Schutz vor Ransomware, versehentlichem Löschen und Problemen beim Cloud-Anbieter.

Letzte Aktualisierung: 17. Oktober 2026
Felix Bauer
Felix Bauer
Felix Bauer ist IT-Security Consultant und IT Fachjournalist (Themen: Tech, IT-Sicherheit und Datenschutz). Felix Bauer ist seit 20 Jahren in der IT-Sicherheitsbranche tätig. Sein Hauptschwerpunkt liegt auf dem Thema „Virenschutz für Endanwender“. Felix Bauer ist OpenSource-Evangelist und besitzt den Master of Science in Security and Forensic Computing. Felix Bauer hat bereits an zahlreichen IT-Sicherheitskonferenzen und sonstigen IT-Sicherheitstagungen teilgenommen und diverse professionelle Qualifikationen im Bereich IT-Sicherheit erworben. Er ist Mitbegründer des Projekts bleib-Virenfrei.

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