EU-Kommission setzt Google wegen Android stärker unter Druck

EU-Kommission setzt Google wegen Android stärker unter Druck

Die EU-Kommission verschärft den regulatorischen Druck auf Google und rückt dabei das Android-Ökosystem in den Mittelpunkt ihrer aktuellen Maßnahmen. Laut der Kommission sollen Drittanbieter von KI-Diensten künftig besser mit zentralen Funktionen des Systems zusammenarbeiten können. Zu diesem Zweck sollen neue Interoperabilitätsregeln den Zugang zu wichtigen Android-Funktionen präzisieren und ausweiten.

Die Brüsseler Behörde hat Google vorläufige Feststellungen übermittelt und eine öffentliche Konsultation eingeleitet. Bis zum 13. Mai 2026 haben Unternehmen, Organisationen und andere Interessierte die Möglichkeit, sich zu den vorgeschlagenen Maßnahmen zu äußern. Damit will die Kommission prüfen, ob die geplanten Vorgaben in der Praxis ausreichen, um konkurrierenden KI-Diensten einen effektiven Zugang zu Android zu ermöglichen. Eine endgültige Entscheidung soll bis zum 27. Juli 2026 fallen.

Laut Kommission stehen im Zentrum mehrere technische Ebenen. Dazu gehören die Aktivierung von KI-Diensten über systemweite Zugriffspunkte, der Zugang zu Kontextdaten auf dem Gerät, die Ausführung von Aufgaben innerhalb von Apps und im Betriebssystem sowie der Zugriff auf notwendige Hardware- und Software-Ressourcen. Die Interoperabilität soll außerdem grundsätzlich kostenlos auf allen Android-Geräten verfügbar sein und über dokumentierte Schnittstellen umgesetzt werden.

Die Kommission begründet diesen Schritt damit, dass sie den Wettbewerb im mobilen Markt stärken und Innovationen im Bereich der künstlichen Intelligenz schützen möchte. Aus Sicht der Behörde sollen Nutzer:innen mehr Wahlfreiheit erhalten, welche KI-Dienste sie auf ihrem Smartphone einsetzen. Google weist jedoch darauf hin, dass Android bereits heute ein offenes Umfeld für KI-Anwendungen bietet und die neuen Vorgaben aus seiner Sicht Sicherheits- und Datenschutzrisiken erhöhen könnten.

Der aktuelle Vorgang ist Teil des Digital Markets Act, mit dem die EU große Digitalkonzerne zu faireren Wettbewerbsbedingungen verpflichten möchte. Für Google ist dies jedoch nicht die einzige Baustelle in Europa, sondern Teil einer breiteren Auseinandersetzung darüber, inwieweit Plattformen ihre eigenen Dienste gegenüber konkurrierenden Angeboten bevorzugen dürfen.

Erstes ChatGPT-Smartphone soll laut Berichten ab 2028 kommen

Mehrere aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass OpenAI an einem eigenen Smartphone arbeitet, das stark auf KI-Agenten ausgerichtet sein soll. Dabei steht ein Gerät im Raum, das die klassische App-Nutzung in den Hintergrund rücken und stattdessen stärker über direkte KI-Steuerung funktionieren würde. Als möglicher Zeitplan wird genannt, dass die technischen Spezifikationen bis Ende 2026 oder Anfang 2027 feststehen könnten, während die Massenproduktion für 2028 vorgesehen ist.

Auslöser der aktuellen Diskussion ist ein Bericht Branchenanalysten Ming-Chi Kuo, in dem er über Zulieferer und mögliche Fertigungspartner spricht. Demnach könnten die Komponenten von Qualcomm und MediaTek stammen, während Luxshare die Montage übernehmen könnte. Auch wenn diese Details ein klares Bild der möglichen Lieferketten zeichnen, handelt es sich bislang lediglich um eine Branchenprognose und nicht um eine offizielle Produktankündigung von OpenAI.

Ein solches Gerät würde inhaltlich zu OpenAIs jüngster Hardware-Strategie passen. Das Unternehmen arbeitet seit einiger Zeit daran, seine KI über eigene Geräte und neue Formfaktoren stärker in den Alltag zu integrieren. Beobachter ordnen das geplante Smartphone deshalb als Teil eines größeren Vorstoßes ein. Mit diesem will OpenAI nicht nur die Software, sondern auch die Bedienoberfläche der künftigen KI-Nutzung mitprägen.

Bis OpenAI die Meldung offiziell bestätigt, sollte sie als unbestätigte Brancheninformation gelesen werden.

Sony stellt Music Pro schrittweise ein

Sony wird seine Music-Pro-App für Xperia-Smartphones noch in diesem Jahr einstellen. Der Dienst wird jedoch nicht sofort abgeschaltet, sondern läuft in mehreren Etappen aus. So sollen neue Käufe und Abo-Verlängerungen ab dem 27. Juli 2026 nicht mehr möglich sein. Am 26. August 2026, einen Monat später, enden die kostenpflichtigen Leistungen. Die vollständige Einstellung aller Funktionen ist für den 27. Oktober 2026 angekündigt. Sony nennt für diese Entscheidung verschiedene Umstände als Begründung.

Sony Music Pro

Music Pro war als spezielles Aufnahmewerkzeug für ausgewählte Xperia-Modelle positioniert. Mithilfe von Funktionen wie Rauschunterdrückung, Hallentfernung und Studio-Abstimmung sollte die App eine möglichst saubere Sprach- und Musikaufnahme direkt auf dem Smartphone ermöglichen. Das Angebot richtete sich vor allem an Nutzer, die mit dem Smartphone hochwertige Demo-Aufnahmen oder einfache Produktionen erstellen wollten.

Für bestehende Nutzer ist vor allem der Zeitplan von Bedeutung. Sony weist darauf hin, dass Projekte und darin gespeicherte Audio- oder Videodaten vor dem Enddatum exportiert werden sollten. Nach dem 27. Oktober 2026 sind die Inhalte den Angaben zufolge nicht mehr zugänglich. Nutzer, die Music Pro weiterhin verwenden möchten, sollten die verbleibende Zeit daher für die Sicherung eigener Dateien nutzen.

Mit dem Aus von Music Pro verliert die Xperia-Reihe eines ihrer auffälligeren Alleinstellungsmerkmale. Da die App eng mit Sonys Smartphone-Segment verbunden war, dürfte die Einstellung vor allem bei langjährigen Xperia-Nutzern für Aufmerksamkeit sorgen. Gleichzeitig zeigt dieser Schritt, dass Sony seine Software-Angebote im mobilen Bereich offenbar stärker bündelt oder zurückfährt.

Spotify erweitert die App um geführte Workouts

Spotify erweitert die App um geführte Workouts

Spotify erweitert sein Angebot um Musik, Podcasts und Hörbücher und startet eine neue Fitness-Sparte in der App. Ab sofort sind geführte Workout-Erlebnisse verfügbar, die um kuratierte Playlists und Inhalte von Wellness-Creators ergänzt werden. Damit richtet sich der Dienst an Nutzer, die Spotify bereits regelmäßig beim Sport verwenden, und möchte diese Gewohnheit stärker in die App selbst integrieren.

Zum Start umfasst das neue Angebot vor allem Video- und Audioinhalte für verschiedene Trainingsarten wie Yoga, Krafttraining, HIIT, Dehnen und Cardio. Free- und Premium-Nutzer sollen laut Spotify Zugriff auf eine Auswahl an Fitness-Inhalten erhalten. Premium-Abonnenten profitieren zusätzlich von der Zusammenarbeit mit Peloton. Im Rahmen dieser Partnerschaft werden in ausgewählten Märkten mehr als 1.400 On-Demand-Kurse auf die Plattform gebracht.

Spotify verknüpft diese Zahl mit eigenen Nutzungsdaten. So verweist das Unternehmen darauf, dass fast 70 Prozent der Premium-Nutzer monatlich trainieren und weltweit bereits mehr als 150 Millionen Fitness-Playlists aktiv sind. Die neue Funktion stellt somit weniger einen kompletten Richtungswechsel dar, sondern vielmehr den Versuch, eine bestehende Nutzung in ein eigenes Format zu überführen.

Mit der Fitness-Erweiterung positioniert sich Spotify nun breiter als bisher. Die Plattform möchte zu einem Ort für tägliche Routinen werden und bindet deshalb neben Musik und Podcasts nun auch Bewegung und Wellness ein. Für Spotify ist dies zugleich ein strategischer Test, um herauszufinden, wie gut sich solche Inhalte in das bestehende Abonnement- und Empfehlungsmodell integrieren lassen.

An dieser Stelle möchte ich noch auf meinen Artikel verweisen, in dem ich zeige, wie ihr Spotify günstiger bekommt.

USB-C wird für neue Laptops in der EU Pflicht

USB-C wird für neue Laptops in der EU Pflicht

Ab heute, dem 28. April 2026, gilt die USB-C-Pflicht in der Europäischen Union nun auch für Laptops. Damit wird die Regelung zum einheitlichen Ladeanschluss auf eine weitere große Geräteklasse ausgeweitet. Bereits zuvor waren unter anderem Smartphones, Tablets und weitere mobile Elektronikgeräte davon erfasst. Gemäß den neuen Vorgaben müssen Laptops, die in der EU verkauft werden sollen, mit einem USB-C-Ladeanschluss ausgestattet sein.

Die Umstellung folgt der europäischen Vorgabe für einheitliche Ladegeräte, die seit Jahren schrittweise eingeführt wird. Laut aktuellen Berichten betrifft die Pflicht nun auch mobile Computer mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 240 Watt. Somit unterliegen auch leistungsstärkere Geräte der Regelung, sofern sie innerhalb dieser Grenze liegen.

Die Neuregelung soll den Alltag der Käufer erleichtern. Künftig kann ein Ladegerät geräteübergreifend genutzt werden. Dadurch sollen Elektroschrott und unnötige Doppelkäufe reduziert werden. Gleichzeitig gilt jedoch, dass nicht jedes USB-C-Kabel automatisch für jedes Gerät geeignet ist. Ausschlaggebend sind die unterstützte Leistung und die Kennzeichnung des Kabels, etwa über Power Delivery und die passende Wattzahl.

Für Verbraucher bedeutet dies vor allem weniger Kabelchaos und mehr Kompatibilität.

Telekom erreicht 13 Millionen Glasfaseranschlüsse

Die Deutsche Telekom hat beim Glasfaserausbau in Deutschland die Marke von 13 Millionen erreichbaren Anschlüssen überschritten. Laut Unternehmensangaben wurden im ersten Quartal 2026 rund 370.000 neue Glasfaseranschlüsse installiert. Das entspricht im Durchschnitt 5.873 Anschlüssen pro Arbeitstag.

Telekom

Mit dem aktuellen Ausbau setzt der Bonner Konzern seine Netzstrategie fort, die auf eine schrittweise Verbreiterung der Glasfaserverfügbarkeit in städtischen und suburbanen Regionen abzielt. Zugleich verweist das Unternehmen darauf, dass auch das übrige Festnetz leistungsstark bleibt. Laut den jetzt veröffentlichten Angaben können 37 Millionen Haushalte mit mindestens 100 Mbit/s surfen, 32 Millionen Haushalte mit 250 Mbit/s oder mehr.

Die Zahl von 13 Millionen ist für die Telekom vor allem ein Ausbauindikator und noch kein Hinweis auf gleich viele aktiv gebuchte Kunden. Entscheidend bleibt, wie viele der erreichbaren Haushalte und Unternehmen den Anschluss tatsächlich nutzen. Gerade dieser Übergang vom verfügbaren Netz zum aktiven Vertrag gilt im deutschen Markt als zentrale Herausforderung des Glasfaserhochlaufs.

Der neue Schwellenwert unterstreicht, dass der Ausbau weiterhin dynamisch voranschreitet. Gleichzeitig zeigt er, wie groß der Investitionsbedarf trotz der erreichten Marke noch ist. Für die Telekom ist und bleibt der Glasfaserausbau ein langfristiges Infrastrukturprojekt, das den Umbau des deutschen Festnetzes maßgeblich prägen soll.

WhatsApp arbeitet offenbar an eigenem Cloud-Speicher für Backups

WhatsApp arbeitet offenbar an eigenem Cloud-Speicher für Backups

Aktuellen Berichten zufolge bereitet WhatsApp einen eigenen Cloud-Speicher für Chat-Backups vor. Die Funktion soll es Nutzern ermöglichen, ihre Sicherungen künftig direkt bei WhatsApp abzulegen, statt dafür ausschließlich Google Drive oder iCloud zu nutzen. Das Ziel besteht offenbar darin, mehr Kontrolle über die Backup-Verwaltung zu erlangen und weniger abhängig von den bislang genutzten Plattformen zu sein.

Nach den vorliegenden Informationen befindet sich das Vorhaben noch in der Entwicklung. In ersten Hinweisen ist von einer Auswahl innerhalb der App die Rede, bei der Nutzer zwischen dem bisherigen Cloud-Speicher ihres Betriebssystems und dem neuen Angebot von WhatsApp wählen können. Der Backup-Dienst soll zudem Ende-zu-Ende-verschlüsselt sein, damit die Inhalte auch auf den Servern des Dienstes geschützt bleiben.

Das könnte vor allem für Nutzer interessant sein, die ihr Backup bisher über Google oder Apple sichern und beim Gerätewechsel an Grenzen stoßen. Die bisherige Lösung ist an das jeweilige Ökosystem gebunden. Wer etwa von Android auf iPhone wechselt, kann ein Google-Drive-Backup nicht ohne Weiteres auf dem neuen Gerät einspielen. Ein eigener Speicher von WhatsApp könnte diese Trennung langfristig entschärfen.

Offen bleibt allerdings, wann die Funktion tatsächlich startet und in welchem Umfang sie verfügbar sein wird. Derzeit sprechen die Berichte nur von einer Test- oder Entwicklungsphase. Auch technische Details wie Speichergrenzen, mögliche Zusatzkosten oder die genaue Integration in bestehende Backup-Einstellungen sind noch nicht bestätigt.

Lovable bringt mobile Apps für iOS und Android an den Start

Lovable hat eine eigene mobile App für iOS und Android veröffentlicht. Damit lässt sich die Plattform nun auch unterwegs nutzen. Laut Unternehmensangaben können Nutzer neue Ideen per Sprach- oder Texteingabe festhalten, Projekte von unterwegs weiterführen und sich benachrichtigen lassen, sobald ein Build fertiggestellt ist.

Lovable App

Mit diesem Schritt erweitert Lovable seinen bisherigen webbasierten Ansatz um einen mobilen Zugriffspunkt. Die App richtet sich an Nutzer, die ihre Projekte nicht nur am Schreibtisch, sondern auch unterwegs bearbeiten möchten. Laut Lovable bleibt der Arbeitsfluss dabei über Telefon und Computer hinweg verbunden, sodass ein begonnenes Projekt an derselben Stelle weitergeführt werden kann.

Dies bedeutet vor allem mehr Flexibilität beim Prototyping und Iterieren von Anwendungen. Lovable beschreibt die mobile App als Werkzeug für Gründer, Designer und Einsteiger, die ihre Ideen direkt in funktionierende Web-Apps umsetzen möchten. Der Fokus liegt auf dem schnellen Erfassen, dem automatischen Weiterarbeiten des Systems und der nahtlosen Übergabe zwischen Geräten.

Die neue App ist im App Store und bei Google Play erhältlich.