Die Frage, ob Virenscanner Schlangenöl sind, wird in der Antiviren-Branche kontrovers diskutiert. Der Begriff „Schlangenöl“ stammt aus einer Zeit, in der Wundermittel aus Schlangenöl als vermeintliche Allheilmittel gegen alle möglichen Krankheiten angepriesen wurden.
Sind Virenscanner nur „Schlangenöl“?
Einige Experten sind der Ansicht, dass Virenscanner zum Schutz vor Malware-Angriffen notwendig sind, während andere argumentieren, dass sie ineffektiv und sogar gefährlich sein können.
Der Strom neuer Malware reißt nicht ab, sondern wird in Zukunft noch zunehmen. Ein wesentlicher Grund dafür: Heutige Softwareprodukte sind so komplex, dass sich immer wieder Fehler und Sicherheitslücken einschleichen. Das wohl ärgerlichste Sicherheitsrisiko geht von Microsoft aus. Man hat den Eindruck: Je mehr Sicherheitslücken geschlossen werden, desto mehr tauchen an anderer Stelle wieder auf. Über diese Sicherheitslücken können Kriminelle den Computer angreifen und unter ihre Kontrolle bringen. Abhilfe schaffen Software-Updates. Deshalb müssen alle kritischen Systemmodule und andere Programme immer auf dem neuesten Stand gehalten werden. Doch wie erfährt man von wichtigen Software-Updates?
Nachfolgend fünf Tipps. Egal auf welche Weise Sie sich informieren: Das Wichtigste ist, dass Sie Ihren Computer und alle Programme stets aktuell halten, um Angreifern möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten.
Das unabhängige Testlabor AV-Comparatives hat verschiedene Virenscanner auf ihre Virenschutzleistung untersucht. Der Testzeitraum erstreckte sich von Juli bis Oktober 2022 und umfasste insgesamt 17 Antivirenprodukte, die auf Windows 10 getestet wurden.
Die Testergebnisse zeigen, dass die meisten getesteten Virenscanner einen guten bis sehr guten Schutz vor Schadsoftware bieten. 14 Produkte erhielten die Bewertung „Advanced+“ oder „Advanced“, was bedeutet, dass sie eine hohe Schutzwirkung aufwiesen und nur wenige Fehlalarme verursachten.
Phishing ist seit einigen Jahren eine „Wachstumsbranche“ im Bereich des organisierten Computerbetrugs. Der Begriff selbst leitet sich vom englischen Wort für fischen (to fish) ab, wobei das „F“ durch „Ph“ ersetzt wird, eine im Netzjargon häufig anzutreffende Abwandlung (vgl. Phun, Phreak etc.).
Wenn heute von Phishing die Rede ist, geht es meist um das Ausspähen von Zugangsdaten mit Hilfe gefälschter E-Mails, die z.B. zu gefälschten Bankwebseiten führen. Generell handelt es sich beim Phishing um einen Vorgang, der darauf abzielt, von anderen Personen bestimmte Daten zu erhalten, die diese normalerweise nicht freiwillig preisgeben würden.
Aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine Warnung vor der Nutzung der Software Kaspersky herausgegeben. Kaspersky wird vorgeworfen, enge Verbindungen zum russischen Geheimdienst zu unterhalten, was Zweifel an der Unabhängigkeit und Integrität der Software aufkommen lässt.
Die Cyberkriminellen hinter der Ransomware SynAck sind seit 2017 aktiv und haben sich vor einigen Wochen in „El_Cometa Group“ umbenannt. Im Zuge dieser Umbenennung haben die Hintermänner einige Entschlüsselungscodes auf ihrer Tor-Data-Leak-Seite veröffentlicht.
Der Sicherheitsanbieter Emsisoft hat die Entschlüsselungscodes nun in einen kostenlosen Decryptor importiert und veröffentlicht.
Open-Source-Software (bzw. Freie Software) hat sich
von einem Nischenprodukt zu einer echten Alternative gegenüber proprietärer
(nicht-freier) Software entwickelt. Besonders in den vergangenen 10 Jahren ist
Open-Source-Software zunehmend in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt.
Schnelle Verbreitung und Leistungsfähigkeit bei gleichzeitig geringen Kosten
sind die Gründe dafür. Zahlreiche Unternehmen setzen Open-Source-Software
bereits ein. Laut dem Digitalverband Bitkom beteiligt sich rund jedes dritte
größere Unternehmen in Deutschland an der Entwicklung von Open-Source-Lösungen.
Inwieweit Open-Source-Software sicherer ist als proprietäre
Software, wird kontrovers diskutiert.
Zumindest in einigen Bereichen sprechen jedoch
Argumente für dem Einsatz von Open-Source-Software. Dabei dürfen jedoch
wichtige Aspekte nicht vernachlässigt werden. Wie zum Beispiel die richtige und
sichere Konfiguration der Software, ihre Aktualisierung und Wartung.
VPNs oder virtuelle private Netzwerke sind persönliche private Verbindungen, die zur Verbindung mit einer öffentlichen Internetverbindung verwendet werden. Ein VPN (Virtual Private Network) bringt eine Menge Vorteile: Man ist nicht nur diskreter im Netz unterwegs und kann von Dritten schwieriger erkannt werden, es ist auch kaum möglich, den Datenverkehr abzuhören – etwa in einem offenen WLAN. Deshalb verlangen viele Unternehmen, dass ihre Mitarbeiter sich über ein VPN ins Firmennetzwerk einklinken.
Diverse Anbieter stellen Usern die Möglichkeit zur Verfügung, so ein VPN zu nutzen – oft gegen entsprechendes Entgelt. Im Zuge der Corona-Verbreitung und der rapiden Zunahme an Home-Office-Arbeitsplätzen, sind VPN Anbieter so beliebt wie noch nie. Ein Blick auf Google Trends zeigt, dass sich das Suchvolumen zum Suchbegriff „VPN“ in den vergangenen Wochen mehr als verdreifacht hat.
Abb. 1: Google Trends „VPN“ (Zeitraum: 2 Jahre)
Doch wo die Nachfrage im Internet groß ist, sind Betrüger nicht weit. Aktuell sprießen täglich neue Webseiten aus dem Boden, die bösartige VPN-Installationsprogramme anbieten.
Und die Tatsache, dass VPN-Verbindungen besonders bei Geschäftsleuten beliebt sind, wird vermutlich dazu beigetragen, dass die Zahl der Fake-VPN-Programme in nächster Zeit noch weiter zunehmen wird. Die Informationen, die sich auf den Geräten dieser Personen befinden, sind für Cyberkriminelle äußerst interessant.