Adobe hat die Systemanforderungen für Premiere deutlich erhöht. Um die aktuelle 26er-Version der Videobearbeitungssoftware nutzen zu können, wird unter Windows inzwischen mindestens Windows 11 24H2 benötigt. Windows 10 wird damit nicht mehr unterstützt.
Auch auf dem Mac gibt es eine wichtige Änderung: Für die neue Premiere-Generation reicht macOS Ventura 13 nicht mehr aus. Adobe setzt hier nun mindestens macOS Sonoma 14 voraus.
Für viele Nutzer ist das mehr als nur eine technische Fußnote. Gerade im Videobereich werden ältere, aber leistungsfähige Workstations oft viele Jahre lang produktiv genutzt. Wer noch mit Windows 10 oder einem Mac auf Ventura arbeitet, muss sich nun entscheiden: Betriebssystem aktualisieren, bei einer älteren Premiere-Version bleiben oder mittelfristig auf neue Hardware wechseln.
Premiere 26 setzt Windows 11 24H2 voraus
Während Premiere 25.x noch mit Windows 10 22H2 kompatibel war, nennt Adobe für Premiere 26 nur noch Windows 11 24H2 als unterstütztes Betriebssystem. Somit ist Windows 10 bei der aktuellen Premiere-Version nicht mehr unterstützt.
Das bedeutet jedoch nicht, dass ältere Installationen sofort nicht mehr starten. Wer bereits eine ältere Premiere-Version nutzt, kann diese je nach Verfügbarkeit der Creative Cloud und der bestehenden Installation weiterverwenden. Für neue Installationen, Updates und langfristigen Support ist Windows 10 jedoch keine geeignete Basis mehr.
Auch macOS Ventura ist betroffen
Nicht nur Windows-Nutzer müssen reagieren. Auch auf dem Mac hebt Adobe die Grenze an. Während Premiere 25.x noch macOS Ventura 13 unterstützte, ist bei Premiere 26 nun mindestens macOS Sonoma 14 erforderlich.
Damit fallen Macs heraus, die nicht mehr offiziell auf Sonoma aktualisiert werden können oder aus Stabilitätsgründen noch mit Ventura betrieben werden. Das kann besonders für Nutzer älterer Intel-Macs ärgerlich sein, da die reine Hardwareleistung für viele HD- oder einfache 4K-Projekte oft noch ausreicht.
Was sich konkret geändert hat
| Bereich | Premiere 25.x | Premiere 26.x |
|---|---|---|
| Windows | ab Windows 10 22H2 | ab Windows 11 24H2 |
| macOS | ab macOS Ventura 13 | ab macOS Sonoma 14 |
| Windows on Arm | Windows 11 Build 26100.2033 | Windows 11 24H2, Build 26100.2033 |
| Bedeutung | ältere Systeme noch nutzbar | stärkerer Fokus auf aktuelle Plattformen |
Warum Adobe diesen Schritt geht
Adobe begründet solche Anpassungen üblicherweise mit einer besseren Performance und Stabilität sowie der optimalen Nutzung aktueller Plattformfunktionen. Gerade Premiere ist stark von CPU, GPU, Treibern, Codecs und Betriebssystemfunktionen abhängig. Neue Funktionen wie KI-gestützte Werkzeuge, verbesserte Maskierung, moderne Effekte oder optimierte Medienverarbeitung lassen sich auf älteren Plattformen weniger gut zuverlässig pflegen.
Hinzu kommt, dass Windows 10 sich ohnehin am Ende seines regulären Lebenszyklus befindet. Microsoft hat den regulären Support bereits eingestellt. Zwar erhalten bestimmte Nutzer noch verlängerte Sicherheitsupdates, doch für Softwarehersteller wird Windows 10 als Zielplattform zunehmend unattraktiver.
Bei macOS ist die Situation ähnlich. Apple veröffentlicht jährlich neue Hauptversionen und viele Softwareanbieter unterstützen in der Regel nur die aktuelle Version sowie einige Vorgängerversionen. Damit rutscht Ventura zunehmend aus dem aktiven Supportfenster heraus.

