Roblox Kids & Roblox Select: Neue Alterskonten ab sofort weltweit verfügbar

Roblox Kids und Roblox Select: Neue Alterskonten ab sofort weltweit verfügbar

Roblox führt seine neuen altersbasierten Konten weltweit ein. Mit den Optionen „Roblox Kids” und „Roblox Select” sollen jüngere Nutzer künftig automatisch in altersgerechte Bereiche der Plattform eingeordnet werden. Das Ziel besteht darin, Inhalte, Chat-Funktionen und Elternkontrollen stärker an das Alter der Kinder anzupassen.

Die Neuerung betrifft vor allem Nutzer unter 16 Jahren. „Roblox Kids” richtet sich an Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren, „Roblox Select” an Nutzer zwischen 9 und 15 Jahren. Ab 16 Jahren wird das reguläre Roblox-Konto genutzt, wobei bestimmte Funktionen weiterhin von Altersprüfungen abhängig sein können.

Was ist Roblox Kids?

Roblox Kids ist die strengste Kontoform des neuen Systems. Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren erhalten standardmäßig nur Zugriff auf besonders geprüfte Spiele mit niedriger Altersfreigabe. Dazu gehören Inhalte, die von Roblox als „Minimal” oder „Mild” eingestuft werden.

Der Chat ist bei Roblox Kids standardmäßig deaktiviert. Über ein verknüpftes Elternkonto können Eltern bestimmte Einstellungen anpassen. Damit will Roblox verhindern, dass sehr junge Nutzer zu früh mit offenen Kommunikationsfunktionen in Kontakt kommen.

Was ist Roblox Select?

Roblox Select richtet sich an ältere Kinder und jüngere Teenager im Alter von 9 bis 15 Jahren. Mit diesen Konten erhalten sie Zugriff auf einen größeren Katalog an Spielen, darunter auch Inhalte mit moderater Einstufung. Trotzdem gelten weiterhin zusätzliche Sicherheitsprüfungen und Einschränkungen.

Auch beim Chatten gibt es keine vollständige Freigabe für alle Nutzer. Roblox schaltet Kommunikationsfunktionen altersabhängig und regional unterschiedlich frei. In vielen Fällen ist dafür eine abgeschlossene Altersprüfung erforderlich. Eltern können die Chat-Einstellungen für Kinder unter 16 Jahren jedoch weiterhin anpassen.

Ohne Altersprüfung kein Chat

Ein zentraler Punkt der neuen Kontostruktur ist die Altersprüfung. Wer diese nicht abgeschlossen hat, kann laut Roblox nicht chatten - unabhängig vom selbst angegebenen Alter.

Roblox setzt dazu auf zwei Verfahren: eine klassische Ausweisprüfung und eine Gesichtsaltersschätzung über die Kamera des Geräts. Laut Unternehmensangaben werden die dafür verwendeten Bilder und Videos nach der Verarbeitung gelöscht. Falls es zu einer falschen Einordnung kommt, können Eltern die Altersangabe ihres Kindes über ein verknüpftes Elternkonto korrigieren.

Mehr Kontrolle für Eltern

Mit den neuen Konten erweitert Roblox auch die Kindersicherung. So können Eltern unter anderem sehen, welche Spiele ihr Kind nutzt, Freundeslisten einsehen, Ausgabenlimits setzen, die Bildschirmzeit verwalten und bestimmte Spiele erlauben oder blockieren.

Für jüngere Kinder sind die Eingriffsmöglichkeiten besonders umfangreich. Bis zum 13. Geburtstag können Eltern beispielsweise Freundeslisten einsehen, unerwünschte Kontakte blockieren oder melden und Anfragen von „vertrauenswürdigen Freunden” genehmigen oder ablehnen. Bis zum 16. Geburtstag sollen sie außerdem Chat-Einstellungen anpassen und einzelne Spiele gezielt zulassen oder sperren können.

Spiele müssen zusätzliche Prüfungen bestehen

Nicht alle Roblox-Spiele sind automatisch für Roblox Kids oder Roblox Select verfügbar. Spiele, die jüngeren Nutzern angezeigt werden sollen, müssen zusätzliche Prüfungen durchlaufen. Laut Roblox gehören dazu unter anderem die Entwicklerverifizierung, die Zwei-Faktor-Authentifizierung und die laufenden Bewertungen des Gameplays.

Für Nutzer unter 16 Jahren sollen bestimmte Kategorien ausgeschlossen sein. Dazu zählen beispielsweise Spiele mit sensiblen Themen, offene soziale Treffpunkte und freie Zeichenfunktionen. Auch die Funktion „Roblox Moments”, mit der sich Gameplay-Clips teilen lassen, ist zum Start nicht für Kids- und Select-Konten verfügbar.

Letzte Aktualisierung: 17. Juni 2026
Felix Bauer
Felix Bauer
Felix Bauer ist IT-Security Consultant und IT Fachjournalist (Themen: Tech, IT-Sicherheit und Datenschutz). Felix Bauer ist seit 20 Jahren in der IT-Sicherheitsbranche tätig. Sein Hauptschwerpunkt liegt auf dem Thema „Virenschutz für Endanwender“. Felix Bauer ist OpenSource-Evangelist und besitzt den Master of Science in Security and Forensic Computing. Felix Bauer hat bereits an zahlreichen IT-Sicherheitskonferenzen und sonstigen IT-Sicherheitstagungen teilgenommen und diverse professionelle Qualifikationen im Bereich IT-Sicherheit erworben. Er ist Mitbegründer des Projekts bleib-Virenfrei.

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