Google Meet ab sofort nativ für Android Auto verfügbar

Google Meet ab sofort nativ für Android Auto verfügbar

Google Meet zieht offiziell ins Auto ein. Ab sofort lässt sich der Videokonferenzdienst nativ über Android Auto nutzen. Nutzer können somit Meetings direkt über das Display ihres Fahrzeugs öffnen, laufende Termine sehen und an Gesprächen teilnehmen, ohne während der Fahrt zum Smartphone greifen zu müssen.

Google Meet im Auto funktioniert allerdings nicht ganz klassisch als Videokonferenz. Die neue Android-Auto-Integration ist bewusst auf Audio ausgelegt. Sobald ein Meeting oder ein Anruf über Android Auto gestartet wird, bleibt die Kamera ausgeschaltet. Auch eingehende Videobilder werden auf dem Fahrzeugdisplay nicht angezeigt. Nutzer hören also nur den Ton des Meetings und können über das Mikrofon des Fahrzeugs sprechen.

Google Meet erscheint direkt auf dem Android-Auto-Display

Dank der neuen Integration ist Google Meet nun direkt über die Android-Auto-Oberfläche erreichbar. Wer sein Android-Smartphone mit einem kompatiblen Fahrzeug verbindet und die aktuelle Meet-App installiert hat, kann die Anwendung über das Display im Auto öffnen.

In Google Meet werden unter anderem geplante Besprechungen angezeigt. Nutzer können ein Meeting auswählen und mit einem Tipp daran teilnehmen. Zusätzlich gibt es eine Verlaufsansicht, mit der sich zuletzt kontaktierte Personen oder Gruppen schneller anrufen lassen.

Nur Audio statt Videokonferenz

Wichtig ist: Google Meet ist in Android Auto keine vollständige Videokonferenz-App. Die Funktion ist auf eine möglichst ablenkungsarme Nutzung ausgelegt.

Das bedeutet konkret:

  • Die eigene Kamera bleibt automatisch ausgeschaltet.
  • Die eingehenden Videobilder werden nicht auf dem Display des Fahrzeugs angezeigt.
  • Der Fokus liegt vollständig auf Audio.
  • Nutzer können dem Meeting zuhören und selbst sprechen.
  • Die Bedienelemente werden auf das Nötigste reduziert.

Google Meet verhält sich somit eher wie ein Konferenztelefonat im Auto. Das ist aus Sicherheitsgründen nachvollziehbar und verhindert, dass Nutzer die Funktion mit einer vollwertigen Videokonferenz verwechseln.

Rollout läuft bis Ende Juni

Laut Google ist die Funktion für Rapid-Release-Domains bereits verfügbar. Für Scheduled-Release-Domains läuft die Verteilung und soll bis zum 26. Juni 2026 abgeschlossen sein.

Die Funktion ist standardmäßig aktiviert, sofern Google Meet auf dem Android-Smartphone installiert ist. Administratoren müssen dafür keine zusätzliche Einstellung aktivieren. Verfügbar ist die Neuerung für Google-Workspace-Kunden, Workspace-Individual-Abonnenten und Nutzer mit privaten Google-Konten.

Letzte Aktualisierung: 19. Juni 2026
Felix Bauer
Felix Bauer
Felix Bauer ist IT-Security Consultant und IT Fachjournalist (Themen: Tech, IT-Sicherheit und Datenschutz). Felix Bauer ist seit 20 Jahren in der IT-Sicherheitsbranche tätig. Sein Hauptschwerpunkt liegt auf dem Thema „Virenschutz für Endanwender“. Felix Bauer ist OpenSource-Evangelist und besitzt den Master of Science in Security and Forensic Computing. Felix Bauer hat bereits an zahlreichen IT-Sicherheitskonferenzen und sonstigen IT-Sicherheitstagungen teilgenommen und diverse professionelle Qualifikationen im Bereich IT-Sicherheit erworben. Er ist Mitbegründer des Projekts bleib-Virenfrei.

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