NordVPN vs. Surfshark 2026: Wer ist besser im Vergleich?

NordVPN vs. Surfshark

Sowohl NordVPN als auch Surfshark gehören zu den bekanntesten VPN-Anbietern und versprechen schnelle Verbindungen, hohe Sicherheitsstandards sowie zuverlässigen Datenschutz. Auf den ersten Blick unterscheiden sich die beiden Dienste kaum voneinander. Beide bieten moderne VPN-Protokolle, zahlreiche Serverstandorte und zusätzliche Sicherheitsfunktionen.

Doch welcher Anbieter ist tatsächlich besser? Lohnt sich der höhere Preis von NordVPN oder bietet Surfshark das bessere Gesamtpaket?

In meinem Vergleich „NordVPN vs. Surfshark” untersuche ich beide VPN-Dienste genauer. Dabei vergleiche ich unter anderem die Verbindungsgeschwindigkeit, die Sicherheitsfunktionen, die Benutzerfreundlichkeit, die Eignung für das Streaming und die Preise.

Mein Testfazit
Felix Bauer

In meinem Vergleich haben mich sowohl NordVPN als auch Surfshark überzeugt. Beide VPN-Dienste bieten eine einfache Bedienung, umfangreiche Sicherheitsfunktionen und gute Geschwindigkeiten. Bei meinem Geschwindigkeitstest mit einer 300-Mbit/s-Internetanbindung erreichte NordVPN 190,2 Mbit/s im Download und 30,9 Mbit/s im Upload. Surfshark lag mit 185,6 Mbit/s im Download und 28,2 Mbit/s im Upload nur knapp dahinter. Einen spürbaren Leistungsunterschied sehe ich zwischen den beiden Anbietern daher nicht.

NordVPN hat für mich bei der technischen Ausstattung leicht die Nase vorn. Mit mehr als 8.400 Servern in über 167 Ländern bietet der Anbieter ein deutlich größeres Server-Netzwerk. Hinzu kommen zusätzliche Sicherheitsfunktionen wie Double VPN, Onion Over VPN und NordWhisper. Positiv bewerte ich außerdem die mehrfach unabhängig überprüfte No-Logs-Richtlinie. Surfshark bietet ebenfalls ein hohes Sicherheitsniveau, allerdings sehe ich die fehlende native IPv6-Unterstützung als möglichen Nachteil.

Beim Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt mich dagegen Surfshark. Der Anbieter ist bei längeren Laufzeiten deutlich günstiger und ermöglicht unbegrenzt viele gleichzeitige Geräteverbindungen. Insgesamt fällt mein Vergleich deshalb knapp aus: Wer besonders viel Wert auf eine große Serverauswahl und zusätzliche Sicherheitsfunktionen legt, ist mit NordVPN gut beraten. Wer hingegen einen leistungsfähigen und günstigen VPN-Dienst sucht, für den halte ich Surfshark für die bessere Wahl.

1. Benutzerfreundlichkeit und Funktionen

In puncto Benutzerfreundlichkeit gibt es zwischen NordVPN und Surfshark kaum Unterschiede. Beide Anbieter ermöglichen eine unkomplizierte Installation unter Windows, macOS, Android und iOS. Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten, sodass auch Einsteiger sich schnell zurechtfinden.

Leichte Unterschiede zeigen sich bei der Benutzeroberfläche. NordVPN setzt auf eine interaktive Weltkarte, auf der sich die verfügbaren Serverstandorte direkt auswählen lassen. Die Karte kann beliebig verschoben und vergrößert werden. Surfshark verzichtet dagegen auf eine Weltkarte und bietet eine übersichtliche, listenbasierte Standortauswahl. Über die Suchfunktion lassen sich bestimmte Länder und Städte schnell finden. Häufig genutzte Standorte können als Favoriten gespeichert werden. Außerdem zeigt die Anwendung zuletzt verwendete Server an und ermöglicht über die Schnellverbindung eine automatische Verbindung zu einem geeigneten Standort.

NordVPN Surfshark Software

Auch beim Funktionsumfang liegen die beiden VPN-Dienste dicht beieinander. Sowohl NordVPN als auch Surfshark bieten einen Kill Switch, der bei einem unerwarteten Verbindungsabbruch die Internetverbindung unterbricht. Hinzu kommen Split-Tunneling, statische IP-Adressen und verschiedene Möglichkeiten zur Serverauswahl. Wer keinen bestimmten Standort benötigt, kann sich automatisch mit einem geeigneten, schnellen Server verbinden lassen.

Für zusätzliche Privatsphäre stehen außerdem spezielle Verbindungsarten zur Verfügung. NordVPN bietet verschiedene Spezialserver, darunter „Double VPN”, bei dem der Datenverkehr über zwei VPN-Server geleitet wird, sowie „Onion Over VPN”, mit dem sich das Tor-Netzwerk nutzen lässt. Surfshark stellt mit MultiHop eine vergleichbare Funktion bereit, bei der ebenfalls zwei VPN-Standorte miteinander kombiniert werden.

✓ Mein Fazit

Bei der Benutzerfreundlichkeit und den grundlegenden Funktionen gibt es keinen eindeutigen Gewinner. Beide Anwendungen sind übersichtlich gestaltet, einfach zu bedienen und bieten zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten.

2. Server-Netzwerk: Wer bietet mehr Standorte?

Beim Server-Netzwerk hat NordVPN die Nase vorn. Laut aktuellen Anbieterangaben betreibt das Unternehmen mehr als 8.400 Server in über 167 Ländern. Surfshark kommt dagegen nur auf mehr als 4.500 Server in 100 Ländern.

Damit bietet NordVPN sowohl bei der Anzahl der Server als auch bei der geografischen Abdeckung eine deutlich größere Auswahl. Wer regelmäßig Verbindungen zu unterschiedlichen Regionen benötigt, profitiert von den zusätzlichen Standorten. Allerdings decken beide Anbieter die wichtigsten Länder ab, darunter Deutschland, die USA, Großbritannien, Kanada und zahlreiche europäische Staaten.

Auch technisch sind beide Netzwerke gut ausgestattet. NordVPN setzt unter anderem auf RAM-basierte Server, bei denen Daten nicht dauerhaft auf herkömmlichen Festplatten gespeichert werden. Surfshark verwendet ebenfalls RAM-only-Server und bietet überwiegend leistungsfähige 10-Gbit/s-Anbindungen an seinen Standorten. In den Niederlanden kommen sogar Server mit einer Kapazität von bis zu 100 Gbit/s zum Einsatz.

✓ Mein Fazit

NordVPN gewinnt diesen Vergleich, da es über ein deutlich größeres Server-Netzwerk und eine umfangreichere Länderauswahl verfügt. Für die meisten alltäglichen Anwendungen dürfte das Netzwerk von Surfshark jedoch ebenfalls vollkommen ausreichen.

Geschwindigkeit im Test: NordVPN oder Surfshark schneller?

Neben der Sicherheit ist auch die Geschwindigkeit ein entscheidender Faktor. Schließlich sollte ein VPN die Internetverbindung nur minimal ausbremsen. Um herauszufinden, welcher Anbieter schneller ist, habe ich NordVPN und Surfshark mit einer 300-Mbit/s-Internetanbindung getestet.

Die Ergebnisse liegen erstaunlich dicht beieinander. NordVPN erreichte 190,2 Mbit/s im Download und 30,9 Mbit/s im Upload, Surfshark kam auf 185,6 Mbit/s im Download und 28,2 Mbit/s im Upload.

Geschwindigkeit im Test: NordVPN vs Surfshark

Beim Download war NordVPN lediglich 4,6 Mbit/s schneller. Das entspricht einem Vorsprung von rund 2,5 Prozent gegenüber Surfshark. Beim Upload beträgt der Unterschied ebenfalls nur 2,7 Mbit/s.

In der Praxis dürfte dieser geringe Abstand kaum spürbar sein. Ob beim Surfen, beim Streaming hochauflösender Videos oder beim Herunterladen größerer Dateien: In meinem Test liefern beide VPN-Dienste eine vergleichbare Leistung.

✓ Mein Fazit

NordVPN gewinnt den Geschwindigkeitstest zwar knapp, einen wirklichen Performance-Unterschied konnte ich anhand der Messwerte jedoch nicht feststellen. Für mich endet dieser Vergleich deshalb unentschieden. Beide Anbieter überzeugen mit einer guten Geschwindigkeit.

3. Sicherheit und Datenschutz: NordVPN vs. Surfshark

KriteriumNordVPNSurfshark
StandardprotokolleNordLynx, OpenVPNWireGuard, OpenVPN, IKEv2
Eigenes SpezialprotokollNordWhisperDausos
DNS-Leak-SchutzVorhandenVorhanden
IPv6Schutz gegen IPv6-LeaksKeine native IPv6-Unterstützung
No-Logs-AuditDeloitte, Ende 2025 (6. Prüfung)Deloitte, 2025
UnternehmensstandortPanamaNiederlande

In puncto Sicherheit gehören NordVPN und Surfshark zu den gut ausgestatteten VPN-Diensten. Beide Anbieter setzen auf moderne Verschlüsselungsverfahren und unterstützen die bewährten VPN-Protokolle WireGuard und OpenVPN.

NordVPN verwendet mit NordLynx eine eigene, auf WireGuard basierende Technologie und bietet mit NordWhisper zusätzlich eine speziell für restriktive Netzwerke entwickelte Lösung. Surfshark hat mit DroidVPN ebenfalls ein eigenes VPN-Protokoll eingeführt, das insbesondere bei Geschwindigkeit und Verbindungsstabilität Vorteile bieten soll.

Sowohl NordVPN als auch Surfshark verfügen über Mechanismen, die verhindern sollen, dass DNS-Anfragen oder die tatsächliche IP-Adresse versehentlich außerhalb des VPN-Tunnels übertragen werden. In meinen Tests hat dies auch immer zuverlässig funktioniert.

Allerdings gibt es einen Unterschied beim IPv6-Schutz. Während NordVPN Schutzmechanismen gegen IPv6-Leaks bereitstellt, unterstützt Surfshark weiterhin kein IPv6. Der Anbieter empfiehlt deshalb, IPv6 auf dem Endgerät gegebenenfalls zu deaktivieren. Andernfalls besteht unter bestimmten Netzwerkbedingungen das Risiko, dass die tatsächliche IPv6-Adresse sichtbar wird.

Beim Datenschutz verfolgen beide Anbieter eine strikte No-Logs-Richtlinie. Demnach werden keine Surfaktivitäten, besuchten Webseiten oder identifizierbare Verbindungsprotokolle dauerhaft gespeichert. Besonders positiv ist, dass sich beide Unternehmen regelmäßig unabhängigen Prüfungen unterziehen.

So ließ NordVPN seine No-Logs-Richtlinie zuletzt Ende 2025 von Deloitte Lithuania überprüfen. Die Ergebnisse wurden im Februar 2026 veröffentlicht. Es handelte sich bereits um die sechste unabhängige Prüfung. Auch Surfshark hat seine No-Logs-Angaben 2023 und erneut 2025 von Deloitte überprüfen lassen. Darüber hinaus wurden weitere Sicherheitsprüfungen der Infrastruktur durchgeführt, darunter 2026 ein Audit durch Cure53.

Unterschiede bestehen außerdem beim Unternehmensstandort. NordVPN hat seinen Sitz in Panama, wo nach Anbieterangaben keine allgemeine gesetzliche Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung von VPN-Verbindungsdaten besteht. Surfshark ist dagegen mit seiner Betreibergesellschaft Surfshark B.V. in den Niederlanden ansässig und unterliegt damit europäischem Recht einschließlich der DSGVO.

Allerdings sagt der Standort allein wenig darüber aus, wie zuverlässig ein VPN-Anbieter mit Nutzerdaten umgeht. Ausschlaggebend sind vor allem die tatsächlich gespeicherten Informationen, die technische Infrastruktur und die unabhängige Überprüfung der Datenschutzversprechen.

✓ Mein Fazit

Beide Anbieter bieten ein hohes Sicherheitsniveau und können ihre No-Logs-Versprechen durch unabhängige Prüfungen untermauern. NordVPN sehe ich dennoch knapp vorne. Ausschlaggebend sind für mich die umfangreicheren und wiederholten No-Logs-Prüfungen sowie der klarer dokumentierte Schutz vor IPv6-Leaks. Surfshark bleibt eine sichere Alternative, allerdings würde ich bei aktiviertem IPv6 die Netzwerkkonfiguration besonders genau überprüfen.

Preise: Ist NordVPN oder Surfshark günstiger?

Was die Preisgestaltung betrifft, bietet Surfshark das attraktivere Gesamtpaket. Beide VPN-Anbieter haben verschiedene Tarife mit monatlicher, jährlicher oder zweijähriger Laufzeit im Angebot. Wer sich länger bindet, erhält deutlich günstigere Konditionen als bei einem flexibel kündbaren Monatsabo.

So kostet der günstigste Basis-Tarif von NordVPN aktuell 3,89 Euro pro Monat, wenn man sich für das Zweijahresangebot entscheidet. Durch drei zusätzliche Gratis-Monate ergibt sich eine Gesamtlaufzeit von 27 Monaten, für die einmalig 93,36 Eueo berechnet werden. Das umfangreichere Komplettpaket mit zusätzlichem Malware-Schutz, Passwort-Manager und Cloud-Speicher kostet 8,89 Euro pro Monat.

Surfshark ist mit 2,49 Euro pro Monat günstiger. Für das Starter-Paket werden bei gleicher Laufzeit von 27 Monaten insgesamt 67,23 Euro fällig. Wer zusätzliche Sicherheitsfunktionen wie einen Virenschutz und die Überwachung persönlicher Daten benötigt, kann zum Surfshark-One-Paket für 2,79 Euro pro Monat greifen.

Ein weiterer Vorteil von Surfshark ist die unbegrenzte Anzahl gleichzeitiger Geräteverbindungen. NordVPN erlaubt dagegen bis zu zehn Geräte pro Abonnement. Gerade für Familien oder Haushalte mit vielen Geräten kann Surfshark deshalb die wirtschaftlichere Wahl sein.

Bei beiden Diensten sollten allerdings die Verlängerungskosten beachtet werden. Die beworbenen Rabatte gelten zunächst nur für den ersten Abrechnungszeitraum. Anschließend können die Preise deutlich steigen. So kostet die Verlängerung des Basis-Tarifs von NordVPN nach aktuellem Listenpreis beispielsweise 139,08 Euro pro Jahr. Auch Surfshark berechnet bei einer automatischen Verlängerung den dann geltenden regulären Tarif. Die genauen Folgekosten sollten deshalb vor Abschluss überprüft werden.

Positiv ist, dass beide Anbieter eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie bieten. Dadurch lassen sich die VPN-Dienste zunächst ausprobieren, ohne dass man sich langfristig an das Abonnement binden muss, sofern die jeweiligen Erstattungsbedingungen eingehalten werden.

✓ Mein Fazit

Beim Preis-Leistungs-Verhältnis gewinnt für mich Surfshark. Der Anbieter ist im direkten Vergleich deutlich günstiger und erlaubt darüber hinaus unbegrenzt viele gleichzeitige Geräteverbindungen. NordVPN bietet zwar ebenfalls ein umfangreiches Leistungspaket, der höhere Preis muss sich für den einzelnen Nutzer aber durch die zusätzlichen Funktionen und Vorteile rechtfertigen lassen.

Letzte Aktualisierung: 19. Oktober 2026
Felix Bauer
Felix Bauer
Felix Bauer ist IT-Security Consultant und IT Fachjournalist (Themen: Tech, IT-Sicherheit und Datenschutz). Felix Bauer ist seit 20 Jahren in der IT-Sicherheitsbranche tätig. Sein Hauptschwerpunkt liegt auf dem Thema „Virenschutz für Endanwender“. Felix Bauer hat bereits an zahlreichen IT-Sicherheitskonferenzen und sonstigen IT-Sicherheitstagungen teilgenommen und diverse professionelle Qualifikationen im Bereich IT-Sicherheit erworben. Er ist Mitbegründer des Projekts bleib-Virenfrei.

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