Google Home Speaker mit Gemini: Neuer Smart-Home-Lautsprecher startet im Juni

Google Home Speaker mit Gemini

Google bringt einen neuen Smart Speaker auf den Markt und verabschiedet sich damit ein Stück weit vom klassischen Google Assistant. Der neue Google Home Speaker setzt auf Gemini for Home und soll Sprachbefehle deutlich natürlicher verstehen als die bisherigen Nest-Lautsprecher. Dadurch wird der Lautsprecher weniger zu einem reinen Befehlsempfänger und mehr zu einem KI-Assistenten für das Smart Home.

Neuer Lautsprecher mit Gemini im Mittelpunkt

Der Google Home Speaker ist Googles erster neuer Smart Speaker seit mehreren Jahren. Auffällig ist dabei nicht nur das rundere Design, sondern vor allem der Wechsel bei der Sprachsteuerung. Statt den bisherigen Google Assistant in den Vordergrund zu stellen, bewirbt Google das Gerät direkt als Lautsprecher mit Gemini.

Gemini for Home soll komplexere und natürlichere Anfragen verstehen. Nutzer müssen ihre Befehle dadurch nicht mehr so stark in feste Sprachmuster pressen. Statt einzelne Befehle nacheinander zu geben, sollen auch zusammenhängende oder mehrteilige Anfragen möglich sein. Ein Beispiel wäre, gleichzeitig das Licht zu dimmen, Musik zu starten und die Temperatur anzupassen.

Damit greift Google ein Problem vieler bisheriger Smart Speaker auf: In der Theorie wirken sie intelligent, in der Praxis scheitern sie aber oft an natürlicher Sprache, Kontext oder Folgefragen. Gemini soll genau hier ansetzen.

Preis und Marktstart

Der neue Google Home Speaker ist im europäischen Google Store für 119,99 Euro gelistet. In den USA liegt der Preis bei 99,99 US-Dollar. Die Vorbestellungen starten am 17. Juni 2026, die Auslieferung soll ab dem 25. Juni 2026 beginnen.

Je nach Markt stehen unterschiedliche Farben zur Verfügung. In Europa werden vor allem dezente Varianten wie Porcelain und Hazel genannt. In den USA sollen zusätzlich weitere Farben wie Jade und Berry angeboten werden.

360-Grad-Audio und kompakteres Design

Beim Klang setzt Google auf 360-Grad-Audio. Der Lautsprecher soll den Ton gleichmäßig in alle Richtungen abgeben und sich dadurch flexibel im Raum platzieren lassen. Das macht ihn eher zu einem alltagstauglichen Smart-Home-Lautsprecher als zu einem klassischen HiFi-Gerät.

Google positioniert den Speaker nicht als besonders großen oder leistungsstarken Ersatz für eine Soundanlage, sondern als kompaktes Gerät für Musik, Podcasts, Sprachsteuerung und Smart-Home-Funktionen. Über Lautsprechergruppen kann er mit anderen Nest- oder Cast-kompatiblen Geräten verbunden werden. Außerdem ist eine Kopplung mit dem Google TV Streamer vorgesehen, um eine bessere Audioausgabe beim Fernsehen zu ermöglichen.

Smart Home: Matter, Thread und Google Home

Neben der Sprachsteuerung spielt der neue Speaker auch im Smart Home eine wichtige Rolle. Er soll als zentrale Steuerstelle für kompatible Geräte dienen und moderne Smart-Home-Standards wie Matter und Thread unterstützen. Damit kann der Lautsprecher nicht nur Musik wiedergeben, sondern auch Lampen, Steckdosen, Thermostate oder andere vernetzte Geräte einbinden.

Interessant ist vor allem die Verbindung mit Gemini. Nutzer sollen Smart-Home-Automationen künftig natürlicher beschreiben können, statt sie manuell in der App zusammenzuklicken. Wer beispielsweise möchte, dass abends bestimmte Lampen gedimmt werden und die Heizung herunterregelt, soll solche Abläufe einfacher per Sprache oder Texteingabe anstoßen können.

Nicht alle Gemini-Funktionen sind kostenlos

Wichtig ist: Gemini for Home ist nicht in vollem Umfang kostenlos. Die grundlegende Sprachsteuerung ist Teil des Geräts, erweiterte Funktionen werden aber an Google Home Premium gebunden.

Dazu gehören unter anderem Gemini Live, komplexere Automationen, Zusammenfassungen aus dem Smart Home und die Suche in Nest-Kameraaufnahmen. Käufer des neuen Google Home Speaker erhalten zum Start einen sechsmonatigen Testzeitraum für Google Home Premium. Danach kostet das Abo je nach Tarif monatlich oder jährlich extra.

Damit verfolgt Google eine klare Strategie: Die Hardware dient als Einstieg in ein stärker KI-basiertes Smart Home, während besonders leistungsfähige Funktionen langfristig über ein Abo finanziert werden.

Datenschutz: Mikrofon lässt sich physisch abschalten

Wie bei früheren Google-Lautsprechern hört auch der neue Home Speaker auf Aktivierungswörter wie „Hey Google” oder „Ok Google”. Erst danach wird der Sprachbefehl verarbeitet. Ein Leuchtring an der Unterseite zeigt an, wenn der Lautsprecher zuhört, denkt oder antwortet.

Für mehr Kontrolle gibt es außerdem einen physischen Schalter zum Abschalten des Mikrofons. Ist das Mikrofon deaktiviert, reagiert der Speaker nicht mehr auf Sprachbefehle, kann aber weiterhin Audio wiedergeben.

Einschätzung

Mit dem neuen Google Home Speaker bringt Google einen lange erwarteten Smart Speaker zurück in den Markt. Der Fokus liegt klar auf Gemini for Home, natürlicher Sprachsteuerung und einer engeren Verzahnung mit dem Smart Home. Der Preis von 119,99 Euro positioniert das Gerät in einem Bereich, der für viele Haushalte interessant sein dürfte.

Entscheidend wird aber nicht allein die Hardware sein, sondern die Frage, wie gut Gemini im Alltag funktioniert. Wenn Google natürliche Sprache, schnelle Smart-Home-Steuerung und zuverlässige Automationen sauber verbindet, könnte der neue Home Speaker tatsächlich ein wichtiger Neustart für Googles Smart-Home-Angebot werden.

Letzte Aktualisierung: 17. Juni 2026
Felix Bauer
Felix Bauer
Felix Bauer ist IT-Security Consultant und IT Fachjournalist (Themen: Tech, IT-Sicherheit und Datenschutz). Felix Bauer ist seit 20 Jahren in der IT-Sicherheitsbranche tätig. Sein Hauptschwerpunkt liegt auf dem Thema „Virenschutz für Endanwender“. Felix Bauer ist OpenSource-Evangelist und besitzt den Master of Science in Security and Forensic Computing. Felix Bauer hat bereits an zahlreichen IT-Sicherheitskonferenzen und sonstigen IT-Sicherheitstagungen teilgenommen und diverse professionelle Qualifikationen im Bereich IT-Sicherheit erworben. Er ist Mitbegründer des Projekts bleib-Virenfrei.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hinweis: Aufgrund einer enormen Zunahme von Spam-Kommentaren muss ich alle Kommentare manuell freischalten. Es kann daher zu Verzögerungen bei der Veröffentlichung von Kommentaren kommen.