Google Translate bekommt neue Aussprachefunktion

Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens erhält Google Translate eine Funktion, die von vielen Nutzern schon lange gewünscht wurde. In der Android-App können Anwender:innen nun nicht nur Übersetzungen abrufen, sondern auch ihre Aussprache trainieren und direktes Feedback von einer KI erhalten. Die neue Funktion startet zunächst in den USA und ist dort für Englisch, Spanisch und Hindi verfügbar.

Google Translate

Der Ansatz ist einfach und alltagsnah. Nach einer Übersetzung erscheint ein Praxismodus, in dem die Nutzer ein Wort oder einen Satz selbst aussprechen. Die App analysiert die Eingabe und gibt eine Rückmeldung, ob die Aussprache stimmig war oder ob sie noch verbessert werden sollte. Ergänzt wird dies durch Übungsfunktionen, die beim gezielten Lernen helfen sollen.

Google betont, dass Google Translate längst weit mehr ist als ein reines Übersetzungstool. Die Anwendung wird monatlich von mehr als einer Milliarde Menschen genutzt und über die verschiedenen Google-Dienste hinweg werden jeden Monat rund eine Billion Wörter übersetzt, wie das Unternehmen angibt. Mit der neuen Aussprachefunktion rückt Google den Aspekt des Sprachenlernens stärker in den Vordergrund.

Ob und wann die Funktion in weiteren Ländern und Sprachen verfügbar sein wird, ist derzeit noch offen. Fest steht jedoch, dass sich Google Translate von einem schnellen Übersetzer zu einem Werkzeug entwickelt, das beim Verstehen und aktiven Sprechen unterstützen soll.

Amazon bringt Dark Mode auf Kindle Colorsoft und Kindle Scribe Colorsoft

Amazon bringt Dark Mode auf Kindle Colorsoft und Kindle Scribe Colorsoft

Amazon erweitert seinen Farb-Kindle um eine Funktion, die sich viele Nutzer seit Monaten gewünscht haben. Dark Mode. Das Unternehmen rollt die neue Darstellung für die Kindle-Modelle „Colorsoft“ und „Scribe Colorsoft“ aus. Der Modus kann demnach sofort aktiviert werden und soll in den kommenden Wochen schrittweise auf den Geräten verfügbar sein.

Der Dark Mode betrifft dabei nicht nur einzelne Leseseiten, sondern auch die Benutzeroberfläche der Geräte. Dadurch wird die Nutzung in dunkler Umgebung deutlich angenehmer, da auch Menüs, der Startbildschirm und weitere Systembereiche auf eine dunkle Darstellung umschalten können. Das war besonders beim Kindle Colorsoft ein häufiger Kritikpunkt, da sich zwar einzelne Inhalte dunkler darstellen ließen, die komplette Bedienoberfläche aber weiterhin hell blieb.

Für die Colorsoft-Modelle führt Amazon zudem Anpassungsoptionen ein. Nutzer sollen auswählen können, welche Bereiche des Geräts dunkel und welche hell dargestellt werden. Dies ist vor allem für den Kindle Scribe Colorsoft relevant, da er neben dem Lesen auch als digitales Notizgerät eingesetzt wird. Dabei sollen handgeschriebene Notizen und farbige Markierungen ihre Farben behalten.

Mit dem Update schließt Amazon eine Lücke, durch die sich der Farbkindle trotz seiner erweiterten Funktionen bislang von anderen E-Readern unterschied. Gerade für Menschen, die abends oder nachts lesen, dürfte die neue Funktion den Alltag spürbar erleichtern.

Apple plant neue KI-Funktionen für die Fotos-App

apple Foto

Laut aktuellen Berichten arbeitet Apple an einer umfassenden Überarbeitung der Fotos-App. Im Zentrum stehen KI-gestützte Werkzeuge, die die Bildbearbeitung schneller und einfacher machen sollen. Die neuen Funktionen sollen in den kommenden Systemversionen für iPhone, iPad und Mac verfügbar sein.

Den Berichten zufolge sind drei neue Werkzeuge geplant. „Extend” soll den Bildausschnitt erweitern und zusätzliche Inhalte jenseits des ursprünglichen Rahmens erzeugen. „Enhance” soll Farben, Licht und die allgemeine Bildqualität automatisch optimieren. Mit „Reframe” soll sich bei Spatial Photos die Perspektive verschieben lassen. Die Werkzeuge sollen in einer neuen Sammlung innerhalb der Fotos-App gebündelt werden.

Dieser Schritt passt zu Apples bisheriger KI-Strategie. So hat das Unternehmen bereits mit „Clean Up“ eine erste Funktion in die Fotos-App integriert, mit der sich störende Objekte aus Bildern entfernen lassen. Die jetzt berichteten Erweiterungen würden diesen Ansatz deutlich ausbauen und die App stärker in Richtung automatisierter Bearbeitung verschieben.

Die Entwicklung ist offenbar noch nicht abgeschlossen. Insbesondere bei den Funktionen „Extend“ und „Reframe“ sollen interne Tests noch keine durchgehend verlässlichen Ergebnisse liefern. Es bleibt daher abzuwarten, ob Apple alle geplanten Funktionen in der ersten Version tatsächlich in vollem Umfang bereitstellt oder ob einzelne Werkzeuge zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht werden.

Die neuen Funktionen werden im Zusammenhang mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 erwähnt. Eine offizielle Ankündigung wird zur Entwicklerkonferenz im Juni erwartet.

EU-Kommission setzt Google wegen Android stärker unter Druck

EU-Kommission setzt Google wegen Android stärker unter Druck

Die EU-Kommission verschärft den regulatorischen Druck auf Google und rückt dabei das Android-Ökosystem in den Mittelpunkt ihrer aktuellen Maßnahmen. Laut der Kommission sollen Drittanbieter von KI-Diensten künftig besser mit zentralen Funktionen des Systems zusammenarbeiten können. Zu diesem Zweck sollen neue Interoperabilitätsregeln den Zugang zu wichtigen Android-Funktionen präzisieren und ausweiten.

Die Brüsseler Behörde hat Google vorläufige Feststellungen übermittelt und eine öffentliche Konsultation eingeleitet. Bis zum 13. Mai 2026 haben Unternehmen, Organisationen und andere Interessierte die Möglichkeit, sich zu den vorgeschlagenen Maßnahmen zu äußern. Damit will die Kommission prüfen, ob die geplanten Vorgaben in der Praxis ausreichen, um konkurrierenden KI-Diensten einen effektiven Zugang zu Android zu ermöglichen. Eine endgültige Entscheidung soll bis zum 27. Juli 2026 fallen.

Laut Kommission stehen im Zentrum mehrere technische Ebenen. Dazu gehören die Aktivierung von KI-Diensten über systemweite Zugriffspunkte, der Zugang zu Kontextdaten auf dem Gerät, die Ausführung von Aufgaben innerhalb von Apps und im Betriebssystem sowie der Zugriff auf notwendige Hardware- und Software-Ressourcen. Die Interoperabilität soll außerdem grundsätzlich kostenlos auf allen Android-Geräten verfügbar sein und über dokumentierte Schnittstellen umgesetzt werden.

Die Kommission begründet diesen Schritt damit, dass sie den Wettbewerb im mobilen Markt stärken und Innovationen im Bereich der künstlichen Intelligenz schützen möchte. Aus Sicht der Behörde sollen Nutzer:innen mehr Wahlfreiheit erhalten, welche KI-Dienste sie auf ihrem Smartphone einsetzen. Google weist jedoch darauf hin, dass Android bereits heute ein offenes Umfeld für KI-Anwendungen bietet und die neuen Vorgaben aus seiner Sicht Sicherheits- und Datenschutzrisiken erhöhen könnten.

Der aktuelle Vorgang ist Teil des Digital Markets Act, mit dem die EU große Digitalkonzerne zu faireren Wettbewerbsbedingungen verpflichten möchte. Für Google ist dies jedoch nicht die einzige Baustelle in Europa, sondern Teil einer breiteren Auseinandersetzung darüber, inwieweit Plattformen ihre eigenen Dienste gegenüber konkurrierenden Angeboten bevorzugen dürfen.

Erstes ChatGPT-Smartphone soll laut Berichten ab 2028 kommen

Mehrere aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass OpenAI an einem eigenen Smartphone arbeitet, das stark auf KI-Agenten ausgerichtet sein soll. Dabei steht ein Gerät im Raum, das die klassische App-Nutzung in den Hintergrund rücken und stattdessen stärker über direkte KI-Steuerung funktionieren würde. Als möglicher Zeitplan wird genannt, dass die technischen Spezifikationen bis Ende 2026 oder Anfang 2027 feststehen könnten, während die Massenproduktion für 2028 vorgesehen ist.

Auslöser der aktuellen Diskussion ist ein Bericht Branchenanalysten Ming-Chi Kuo, in dem er über Zulieferer und mögliche Fertigungspartner spricht. Demnach könnten die Komponenten von Qualcomm und MediaTek stammen, während Luxshare die Montage übernehmen könnte. Auch wenn diese Details ein klares Bild der möglichen Lieferketten zeichnen, handelt es sich bislang lediglich um eine Branchenprognose und nicht um eine offizielle Produktankündigung von OpenAI.

Ein solches Gerät würde inhaltlich zu OpenAIs jüngster Hardware-Strategie passen. Das Unternehmen arbeitet seit einiger Zeit daran, seine KI über eigene Geräte und neue Formfaktoren stärker in den Alltag zu integrieren. Beobachter ordnen das geplante Smartphone deshalb als Teil eines größeren Vorstoßes ein. Mit diesem will OpenAI nicht nur die Software, sondern auch die Bedienoberfläche der künftigen KI-Nutzung mitprägen.

Bis OpenAI die Meldung offiziell bestätigt, sollte sie als unbestätigte Brancheninformation gelesen werden.

Sony stellt Music Pro schrittweise ein

Sony wird seine Music-Pro-App für Xperia-Smartphones noch in diesem Jahr einstellen. Der Dienst wird jedoch nicht sofort abgeschaltet, sondern läuft in mehreren Etappen aus. So sollen neue Käufe und Abo-Verlängerungen ab dem 27. Juli 2026 nicht mehr möglich sein. Am 26. August 2026, einen Monat später, enden die kostenpflichtigen Leistungen. Die vollständige Einstellung aller Funktionen ist für den 27. Oktober 2026 angekündigt. Sony nennt für diese Entscheidung verschiedene Umstände als Begründung.

Sony Music Pro

Music Pro war als spezielles Aufnahmewerkzeug für ausgewählte Xperia-Modelle positioniert. Mithilfe von Funktionen wie Rauschunterdrückung, Hallentfernung und Studio-Abstimmung sollte die App eine möglichst saubere Sprach- und Musikaufnahme direkt auf dem Smartphone ermöglichen. Das Angebot richtete sich vor allem an Nutzer, die mit dem Smartphone hochwertige Demo-Aufnahmen oder einfache Produktionen erstellen wollten.

Für bestehende Nutzer ist vor allem der Zeitplan von Bedeutung. Sony weist darauf hin, dass Projekte und darin gespeicherte Audio- oder Videodaten vor dem Enddatum exportiert werden sollten. Nach dem 27. Oktober 2026 sind die Inhalte den Angaben zufolge nicht mehr zugänglich. Nutzer, die Music Pro weiterhin verwenden möchten, sollten die verbleibende Zeit daher für die Sicherung eigener Dateien nutzen.

Mit dem Aus von Music Pro verliert die Xperia-Reihe eines ihrer auffälligeren Alleinstellungsmerkmale. Da die App eng mit Sonys Smartphone-Segment verbunden war, dürfte die Einstellung vor allem bei langjährigen Xperia-Nutzern für Aufmerksamkeit sorgen. Gleichzeitig zeigt dieser Schritt, dass Sony seine Software-Angebote im mobilen Bereich offenbar stärker bündelt oder zurückfährt.

Spotify erweitert die App um geführte Workouts

Spotify erweitert die App um geführte Workouts

Spotify erweitert sein Angebot um Musik, Podcasts und Hörbücher und startet eine neue Fitness-Sparte in der App. Ab sofort sind geführte Workout-Erlebnisse verfügbar, die um kuratierte Playlists und Inhalte von Wellness-Creators ergänzt werden. Damit richtet sich der Dienst an Nutzer, die Spotify bereits regelmäßig beim Sport verwenden, und möchte diese Gewohnheit stärker in die App selbst integrieren.

Zum Start umfasst das neue Angebot vor allem Video- und Audioinhalte für verschiedene Trainingsarten wie Yoga, Krafttraining, HIIT, Dehnen und Cardio. Free- und Premium-Nutzer sollen laut Spotify Zugriff auf eine Auswahl an Fitness-Inhalten erhalten. Premium-Abonnenten profitieren zusätzlich von der Zusammenarbeit mit Peloton. Im Rahmen dieser Partnerschaft werden in ausgewählten Märkten mehr als 1.400 On-Demand-Kurse auf die Plattform gebracht.

Spotify verknüpft diese Zahl mit eigenen Nutzungsdaten. So verweist das Unternehmen darauf, dass fast 70 Prozent der Premium-Nutzer monatlich trainieren und weltweit bereits mehr als 150 Millionen Fitness-Playlists aktiv sind. Die neue Funktion stellt somit weniger einen kompletten Richtungswechsel dar, sondern vielmehr den Versuch, eine bestehende Nutzung in ein eigenes Format zu überführen.

Mit der Fitness-Erweiterung positioniert sich Spotify nun breiter als bisher. Die Plattform möchte zu einem Ort für tägliche Routinen werden und bindet deshalb neben Musik und Podcasts nun auch Bewegung und Wellness ein. Für Spotify ist dies zugleich ein strategischer Test, um herauszufinden, wie gut sich solche Inhalte in das bestehende Abonnement- und Empfehlungsmodell integrieren lassen.

An dieser Stelle möchte ich noch auf meinen Artikel verweisen, in dem ich zeige, wie ihr Spotify günstiger bekommt.

USB-C wird für neue Laptops in der EU Pflicht

USB-C wird für neue Laptops in der EU Pflicht

Ab heute, dem 28. April 2026, gilt die USB-C-Pflicht in der Europäischen Union nun auch für Laptops. Damit wird die Regelung zum einheitlichen Ladeanschluss auf eine weitere große Geräteklasse ausgeweitet. Bereits zuvor waren unter anderem Smartphones, Tablets und weitere mobile Elektronikgeräte davon erfasst. Gemäß den neuen Vorgaben müssen Laptops, die in der EU verkauft werden sollen, mit einem USB-C-Ladeanschluss ausgestattet sein.

Die Umstellung folgt der europäischen Vorgabe für einheitliche Ladegeräte, die seit Jahren schrittweise eingeführt wird. Laut aktuellen Berichten betrifft die Pflicht nun auch mobile Computer mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 240 Watt. Somit unterliegen auch leistungsstärkere Geräte der Regelung, sofern sie innerhalb dieser Grenze liegen.

Die Neuregelung soll den Alltag der Käufer erleichtern. Künftig kann ein Ladegerät geräteübergreifend genutzt werden. Dadurch sollen Elektroschrott und unnötige Doppelkäufe reduziert werden. Gleichzeitig gilt jedoch, dass nicht jedes USB-C-Kabel automatisch für jedes Gerät geeignet ist. Ausschlaggebend sind die unterstützte Leistung und die Kennzeichnung des Kabels, etwa über Power Delivery und die passende Wattzahl.

Für Verbraucher bedeutet dies vor allem weniger Kabelchaos und mehr Kompatibilität.