Microsoft erleichtert den Wechsel zu Edge: Der Browser erhält eine neue Anmeldeoption, sodass sich Nutzer künftig nicht mehr zwingend mit einem Microsoft-Konto anmelden müssen. Stattdessen soll auch die Anmeldung mit einem Google-Konto in Microsoft Edge möglich sein.
Diese Neuerung richtet sich vor allem an Nutzer, die bisher intensiv das Google-Ökosystem nutzen und Edge zwar ausprobieren möchten, aber keinen zusätzlichen Microsoft-Account für den Browser verwenden wollen.
Anmeldung über das Profilmenü und den Edge-Login
Laut Microsoft ist eine Anmeldung mit einem Google-Konto sowohl über das Profilmenü als auch über den normalen Anmeldebildschirm von Microsoft Edge möglich. Bisher war Edge bei der Browser-Anmeldung stark auf Microsoft-Konten ausgerichtet. Genau diese Hürde senkt Microsoft nun.
Die Funktion soll auf Windows- und macOS-Geräten verfügbar sein. Ein Rollout für mobile Plattformen wird in den bisher bekannten Informationen jedoch nicht ausdrücklich erwähnt.
Rollout startet schrittweise
Microsoft spricht von einem „kontrollierten Rollout”. Das bedeutet, dass nicht alle Nutzer die neue Option sofort sehen werden. Wer in Edge aktuell noch keine Google-Anmeldung findet, hat also nicht zwangsläufig etwas falsch gemacht. Die Funktion wird schrittweise verteilt.
In der Microsoft-365-Roadmap ist die allgemeine Verfügbarkeit für Juli 2026 angegeben. Bis dahin wird die Funktion vermutlich zunächst bei ausgewählten Nutzern oder in Vorabversionen verfügbar sein.
Wichtig für Unternehmen
Die neue Option ist auch für Unternehmen und verwaltete Geräte relevant. Microsoft nennt diese Richtlinie „NonMicrosoftAccountSignInEnabled”. Mithilfe dieser Richtlinie können Administratoren steuern, ob sich Nutzer mit Nicht-Microsoft-Konten, wie beispielsweise einem Google-Konto, in Edge anmelden dürfen.
Dies ist insbesondere in Umgebungen wichtig, in denen Browserprofile, Synchronisierung, Unternehmensdaten und Compliance-Vorgaben eindeutig voneinander getrennt werden müssen. Unternehmen sollten die Funktion daher nicht automatisch überall freischalten, sondern zunächst prüfen, wie sie in die eigene Sicherheitsstrategie passt.

