Spotify arbeitet an einer neuen Funktion, die für viele Nutzer spannend sein dürfte. Mit dem neuen Taste Profile will der Streaming-Dienst transparenter machen, wie der eigene Geschmack im System erkannt wird - und erstmals auch erlauben, dieses Profil aktiv zu beeinflussen.
Vorgestellt wurde die Neuerung auf der SXSW 2026, zunächst startet das Ganze als Beta-Version für Premium-Nutzer in Neuseeland.
Spotify beschreibt das Taste Profile als die eigene Interpretation deines Geschmacks, also eine Art internes Profil, das auf Basis deiner Hörgewohnheiten entsteht. Es beeinflusst, welche Inhalte dir auf der Startseite angezeigt werden, welche Empfehlungen du erhältst und wie personalisierte Funktionen wie „Discover Weekly”, „Wrapped” oder „Blend” ausfallen. Schon bisher spielte dieses Geschmacksprofil also eine zentrale Rolle im Spotify-Kosmos, nur blieb es für Nutzer:innen weitgehend im Hintergrund.
Genau hier setzt die neue Funktion an. Spotify will Nutzern künftig zeigen, wie die Plattform ihren Geschmack versteht - über Musik, Podcasts und Hörbücher hinweg. Dazu gehören nicht nur häufig gehörte Künstler und Genres, sondern auch Tendenzen und Hörgewohnheiten. Wer möchte, kann gezielt eingreifen und Spotify mitteilen, dass bestimmte Stimmungen, Themen oder Inhalte stärker oder schwächer gewichtet werden sollen. Laut Spotify soll sich das direkt darauf auswirken, welche Inhalte anschließend auf der Startseite priorisiert oder zurückgenommen werden.
Ein interessantes Detail: Die Eingaben sollen sehr natürlich funktionieren. Nutzer können also nicht nur stumm irgendwelche Regler verschieben, sondern Spotify sinngemäß sagen, dass sie mehr Hip-Hop hören wollen, weniger Musik einer bestimmten Stimmung empfohlen bekommen möchten oder gerade Musik für Workouts suchen
Dies dürfte für viele Nutzer wichtig sein
Die Idee dahinter ist nachvollziehbar. Viele Spotify-Nutzer kennen das Problem, dass der Algorithmus aufgrund von Schlafmusik, Kinderliedern, gemeinsam genutzten Lautsprechern oder einmaligen Ausreißern irgendwann Empfehlungen ausspuckt, die nicht mehr zum eigenen Geschmack passen. Spotify hat deshalb bereits im Oktober 2025 die Funktion eingeführt, einzelne Songs oder ganze Playlists vom Musikprofil auszuschließen.
