Google erweitert das AI Studio um neue Funktionen, mit denen sich die Kosten rund um die Gemini API deutlich besser steuern lassen. Im Mittelpunkt steht eine neue Ausgabenbegrenzung auf Projektebene. Damit können Entwickler erstmals pro Projekt ein monatliches Limit in US-Dollar festlegen, um unerwartet hohe API-Kosten zu vermeiden.
Monatliche Ausgaben pro Projekt begrenzen
Die wichtigste Neuerung heißt Project Spend Caps. Dahinter steckt eine einfache, aber praktische Funktion: In Google AI Studio lässt sich für einzelne Projekte ein monatliches Kostenlimit festlegen. Sobald dieses Limit erreicht ist, soll die Ausgabenkontrolle dafür sorgen, dass die Kosten nicht unbemerkt weiter steigen. Das ist besonders für Entwickler, Agenturen oder Teams mit mehreren Projekten interessant, da sich Budgets damit deutlich feiner aufteilen lassen.
Das Feature ist jedoch nicht ganz ohne Einschränkungen. Google weist darauf hin, dass die Abrechnung mit einer gewissen Verzögerung verarbeitet werden kann. Dadurch sind Überziehungen trotz gesetztem Limit weiterhin möglich, beispielsweise wenn neue Kosten noch nicht vollständig im System erfasst wurden. Laut Dokumentation kann diese Verzögerung bei rund zehn Minuten liegen. Zusätzlich gilt die Funktion derzeit noch als experimentell.
Auch die Nutzungsstufen wurden überarbeitet
Neben den Projektlimits passt Google auch die Usage Tiers der Gemini API an. Diese Nutzungsstufen legen fest, wie stark ein Konto die API belasten darf, beispielsweise bei Rate Limits und monatlichen Obergrenzen. Künftig soll der Aufstieg in höhere Stufen automatischer und transparenter ablaufen. Google spricht dabei von schnelleren Upgrades, geringeren Hürden für höhere Stufen und klareren Regeln für den Wechsel.
Außerdem ist neu, dass jede Usage-Tier künftig ein festes monatliches Ausgabenlimit auf Ebene des gesamten Billing-Kontos erhält. Dieses Kontolimit gilt unabhängig von den selbst gesetzten Projektlimits. Laut Google werden diese tierbasierten Obergrenzen ab dem 1. April 2026 durchgesetzt. In der Dokumentation werden derzeit folgende Richtwerte genannt: Tier 1 bis 250 US-Dollar, Tier 2 bis 2.000 US-Dollar und Tier 3 zwischen 20.000 und 100.000 US-Dollar, abhängig vom Konto.
Mehr Transparenz direkt in AI Studio
Google erweitert nicht nur die Kostenkontrolle, sondern auch die Übersicht. In AI Studio gibt es inzwischen mehrere Dashboards, mit denen sich Nutzung und Ausgaben besser nachvollziehen lassen. Dazu gehört ein neues Rate-Limit-Dashboard, das Kennzahlen wie Requests pro Minute, Tokens pro Minute und Requests pro Tag sichtbar macht. So lassen sich Engpässe schneller erkennen und es wird angezeigt, ob ein Projekt an bestehende Limits stößt.
Hinzu kommt ein Kosten-Dashboard mit täglicher Aufschlüsselung der Ausgaben. Entwickler können dort nach Zeitraum und Modell filtern und sehen so, wie sich die Kosten pro Projekt entwickeln. Der allgemeine Usage-Bereich wurde außerdem erweitert, sodass nicht nur einfache Request-Zahlen, sondern auch Fehler, Token-Verbrauch und spezielle Nutzungsdaten für einzelne Tools und Modelle besser sichtbar werden.
Billing wird stärker in AI Studio integriert
Auch beim Thema Abrechnung will Google den Prozess vereinfachen. Das Billing lässt sich nun direkt in AI Studio einrichten und mit Projekten verknüpfen, sodass nicht mehr zwischen verschiedenen Oberflächen gewechselt werden muss.

