{"id":13928,"date":"2026-06-21T14:21:52","date_gmt":"2026-06-21T12:21:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.felix-bauer-it.de\/blog\/?p=13928"},"modified":"2026-06-21T14:34:41","modified_gmt":"2026-06-21T12:34:41","slug":"anthropic-claude-identitaetspruefung-fuer-bestimmte-funktionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.felix-bauer-it.de\/blog\/anthropic-claude-identitaetspruefung-fuer-bestimmte-funktionen\/","title":{"rendered":"Anthropic Claude: Identit\u00e4tspr\u00fcfung f\u00fcr bestimmte Funktionen"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Anthropic versch\u00e4rft die Zugangskontrollen f\u00fcr Claude. Ab dem<strong> 8. Juli 2026<\/strong> gilt eine aktualisierte Datenschutzerkl\u00e4rung, in der das Unternehmen ausdr\u00fccklich festlegt, dass Nutzer unter bestimmten Umst\u00e4nden ihr Alter oder ihre Identit\u00e4t best\u00e4tigen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach aktuellem Stand m\u00fcssen nicht alle Claude-Nutzer beim Login ihren Ausweis automatisch hochladen. Laut Anthropic betrifft dies bestimmte Funktionen und ausgew\u00e4hlte Anwendungsf\u00e4lle.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was verlangt Anthropic bei der Verifizierung?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Identit\u00e4tspr\u00fcfung wird <strong>\u00fcber den Drittanbieter Persona Identities<\/strong> durchgef\u00fchrt. Nutzer k\u00f6nnen aufgefordert werden, ein g\u00fcltiges amtliches Ausweisdokument vorzulegen. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise <strong>Reisepass, F\u00fchrerschein oder Personalausweis<\/strong>. Zus\u00e4tzlich kann ein Live-Selfie \u00fcber Smartphone oder Webcam verlangt werden, um zu pr\u00fcfen, ob die Person dem Ausweisdokument entspricht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anthropic betont, dass die eigentlichen Ausweis- und Selfie-Bilder nicht auf Anthropic-Systemen, sondern von <strong>Persona Identities<\/strong> erhoben und gespeichert werden. Anthropic ist nach eigener Darstellung jedoch weiterhin f\u00fcr die Verifizierungsdaten verantwortlich und kann bei Bedarf auf Verifizierungsdatens\u00e4tze von Persona zugreifen, beispielsweise bei Einspr\u00fcchen gegen eine Kontosperre.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut Anthropic soll die Verifizierung in der Regel <strong>nur wenige Minuten dauern<\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht akzeptiert werden unter anderem Screenshots, Kopien, Scans, Fotos von Fotos sowie digitale oder physische Ausweise, wie beispielsweise Mitarbeiter- oder Studierendenausweise, und vorl\u00e4ufige Papierdokumente.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nutzt Anthropic Ausweisdaten zum KI-Training?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach eigener Aussage: <strong>nein<\/strong>. Anthropic erkl\u00e4rt, dass die Verifizierungsdaten nicht zum Training der KI-Modelle genutzt werden. Sie sollen lediglich dazu dienen, die Identit\u00e4t zu best\u00e4tigen und rechtliche sowie sicherheitsbezogene Verpflichtungen zu erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Daten sollen nicht <strong>f\u00fcr Werbe- oder Marketingzwecke<\/strong> verwendet werden. Laut Anthropic werden Verifizierungsdaten au\u00dferdem nicht an weitere Dritte weitergegeben, es sei denn, dies ist rechtlich erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum f\u00fchrt Anthropic diese Pr\u00fcfung ein?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anthropic begr\u00fcndet diesen Schritt mit Missbrauchspr\u00e4vention, der Durchsetzung der eigenen Nutzungsrichtlinien sowie rechtlichen Verpflichtungen. Dies passt zu einer Entwicklung, die in der KI-Branche zunehmend zu beobachten ist. Je leistungsf\u00e4higer KI-Systeme werden, desto st\u00e4rker versuchen Anbieter, bestimmte Funktionen nicht mehr anonym oder pseudonym zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Moderne KI-Systeme k\u00f6nnen mittlerweile nicht nur Texte beantworten. Claude kann beispielsweise zunehmend l\u00e4ngere Aufgaben ausf\u00fchren, mit verbundenen Apps arbeiten, Informationen abrufen und Aktionen im Namen des Nutzers ausf\u00fchren. Je st\u00e4rker KI-Systeme in externe Dienste eingreifen, desto wichtiger werden aus Sicht der Anbieter Kontrollmechanismen gegen Betrug, Missbrauch, automatisierte Massenkonten oder Verst\u00f6\u00dfe gegen regionale Vorschriften.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der kritische Punkt: Sicherheit gegen Privatsph\u00e4re<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die neue Identit\u00e4tspr\u00fcfung ist zwar technisch nachvollziehbar, jedoch gesellschaftlich und datenschutzrechtlich heikel. Einerseits haben KI-Anbieter ein legitimes Interesse daran, Missbrauch zu verhindern. Gerade bei leistungsf\u00e4higen Modellen, automatisierten Workflows und potenziell sensiblen F\u00e4higkeiten kann es problematisch sein, wenn Nutzer beliebig viele anonyme Konten erstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andererseits verlieren Nutzer ein St\u00fcck ihrer digitalen Anonymit\u00e4t. Wer f\u00fcr bestimmte Claude-Funktionen einen Ausweis und m\u00f6glicherweise ein Selfie vorlegen muss, vertraut nicht nur Anthropic, sondern auch einem externen Identit\u00e4tsdienstleister. Das d\u00fcrfte vor allem bei Nutzern, die KI-Dienste bewusst pseudonym verwenden oder grunds\u00e4tzlich keine Ausweisdokumente an private Plattformen \u00fcbermitteln m\u00f6chten, schlecht ankommen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anthropic versch\u00e4rft die Zugangskontrollen f\u00fcr Claude. Ab dem 8. 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